À l’école des philosophes: Ein bewegender Blick in die Sonderschulwelt der Schweiz

Der Dokumentarfilm „À l’école des philosophes“ (2018) des renommierten Schweizer Regisseurs Fernand Melgar ist ein einfühlsames Porträt über das Leben und Lernen von Kindern mit einer geistigen Behinderung.

Inhalt und Handlung

Der Film begleitet über ein Jahr hinweg fünf Kinder – Albiana, Chloé, Louis, Léon und Kenza – während ihres ersten Schuljahres. Der Drehort ist eine Sonderschule der Fondation de Verdeil in der Rue des Philosophes in Yverdon-les-Bains.

Melgar verzichtet in seinem Werk auf Kommentare oder wertende Urteile. Stattdessen nutzt er den Stil des direkten Kinos, um den Zuschauern einen ungeschönten, aber liebevollen Einblick in den Alltag der Kinder zu geben. Er zeigt, wie die Schüler lernen, miteinander zu leben, Fortschritte machen und dabei die Erwartungen und Hoffnungen ihrer Eltern sowie des Lehrpersonals begleiten. Der Film beleuchtet dabei nicht nur die Herausforderungen der Inklusion, sondern feiert auch die kleinen Siege und die Einzigartigkeit jedes Kindes.

Hintergrund und Wirkung

  • Regie und Ansatz: Fernand Melgar ist bekannt dafür, den „Vulnerablen“ unserer Gesellschaft eine Stimme zu geben. Sein voyerismusfreier Blick schafft Nähe und Verständnis für das Schicksal der Kinder und die Arbeit in einer spezialisierten Bildungseinrichtung.
  • Gesellschaftliche Relevanz: Der Film erreichte in der Schweiz über 30.000 Kinobesucher und wird häufig im schulischen Kontext genutzt, um das Thema „Handicap“ zu behandeln. Die Fondation de Verdeil bietet spezielle Vorführungen mit Expertenrunden an, bei denen Protagonisten wie die Lehrerin Adeline Schopfer auftreten, um den Diskurs über Inklusion und Sonderschulbildung zu fördern.
  • Auszeichnungen: Der Film wurde unter anderem auf dem FIFDH (Festival International du Film sur les Droits Humains) in Genf mit dem Prix du Jury De La Brenaz ausgezeichnet.

Fazit

„À l’école des philosophes“ ist mehr als eine Dokumentation; es ist ein Plädoyer für Menschlichkeit und ein wertvoller Beitrag zur Schweizer Filmlandschaft, der zeigt, welche Abenteuer das Leben für uns alle – ungeachtet unserer Voraussetzungen – bereithalten kann.


  1. Sennhausers Filmblog: Kritik und Einordnung zu À l’école des philosophes
  2. Fondation de Verdeil: Pädagogische Begleitangebote zum Film
  3. Outside the Box: Informationen zum Film und Bezugsquelle

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À l'école des philosophes
À l'école des philosophes
Switzerland, January 2018
Fünf behinderte Kinder kommen in die Schule, wo sie das Zusammenleben lernen müssen. Ein fast unmögliches Unterfangen, da diese so in sich selber gefangen zu sein scheinen. Doch nach und nach nimmt die Klasse vor unseren Augen Form an und die Schüler machen trotz allem – und zum grössten Erstaunen und Glück ihrer Eltern – Fortschritte. Humorvoll und zärtlich wird das Abenteuer einer kleinen Gruppe von Kindern gezeigt, die zwar nicht so sind wie die andern, sich aber trotzdem dem Leben und der Welt öffnen.
von Fernand Melgar
KImehr über À l'école des philosophes
Quelle: swissfilms.ch