Dokumentarfilm-Porträt: Adieu à l’Afrique (2017)

Der Dokumentarfilm Adieu à l’Afrique ist ein zutiefst persönliches Werk des Schweizer Produzenten und Regisseurs Pierre-Alain Meier. Der 87-minütige Film (Produktion: Prince Film SA) ist eine reflektierte Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, den komplexen Beziehungen zwischen Europa und Afrika sowie dem Abschied von liebgewonnenen Menschen.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Persönliche Aufarbeitung: Der Regisseur setzt sich mit seiner eigenen Geschichte auseinander, die unter anderem durch die Adoption seiner afrikanischen Kinder und die enge Zusammenarbeit mit verstorbenen Freunden während der Dreharbeiten zu dem legendären Film Hyènes geprägt ist.
  • Historischer Ausgangspunkt: Ein tragisches Ereignis im Jahr 2009 dient als Ankerpunkt: Die Entdeckung des Körpers einer weißen Europäerin an einem mauretanischen Strand, inmitten von verstorbenen afrikanischen Migranten. Acht Jahre später begibt sich Meier auf eine Spurensuche, um die Hintergründe zu verstehen.
  • Thematische Tiefe: Der Film beleuchtet die asymmetrischen und oft schwierigen Beziehungen zwischen Europa und dem frankophonen Afrika. Dabei verbindet er politische Reflexionen mit intimen, emotionalen Landschaften.
  • Musikalische Gestaltung: Der Film wird durch die Klänge der Musiker Wasis Diop und Ismael Lo untermalt, die die melancholische und suchende Atmosphäre der Reise unterstreichen.

Rezeption und Verbreitung in der Schweiz

Der Film wurde durch verschiedene Schweizer Institutionen unterstützt und präsentiert, darunter Cinéforom und Swiss Films. Er fand sowohl im französischsprachigen Raum (z. B. Vorführungen im Cinéma CityClub in Pully oder am FIFF in Fribourg) als auch in der Presse (u.a. Le Courrier, Quotidien Jurassien) Beachtung. Das Werk wird oft im Kontext einer sensiblen Auseinandersetzung mit postkolonialen Strukturen und persönlichen Identitätsfragen diskutiert.


  1. Adieu à l’Afrique - Prince Film (Offizielle Produktionsseite)
  2. Adieu à l’Afrique - Outside the Box (Verleih & Informationen)
  3. Cinéforom - Dossier zum Film

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Adieu à l'Afrique
Adieu à l'Afrique
Switzerland, April 2017
2009 wird die Leiche von Alice B. an einem Strand in Afrika gefunden. Neben der 30-jährigen weissen Europäerin liegt ein Dutzend toter schwarzer Migranten. Acht Jahre nach diesem Drama reist Pierre-Alain Meier in den Senegal und hofft, Anhaltspunkte für diesen Schiffsbruch zu finden. Als er so alt war wie Alice streifte er für die Produktion von «Hyènes» durch die Strassen von Dakar. Heute erzählt der Filmemacher seine eigene Geschichte und gewährt uns bescheiden und zärtlich Einlass in seine intimsten (Seelen-)Landschaften.
von Pierre-Alain Meier
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Quelle: swissfilms.ch