Albulapass

Der Albulapass – Ein Juwel der Schweizer Alpen

Der Albulapass (rätoromanisch Pass d'Alvra) ist mit 2'312 Metern Höhe einer der schönsten und abwechslungsreichsten Alpenpässe der Schweiz. Er verbindet das Engadin (La Punt-Chamues-ch) mit dem Albulatal (Bergün/Preda) im Kanton Graubünden und zählt zu den beliebtesten Passstrassen der Alpen. Die Passstrasse ist in der Regel von Juni bis Oktober geöffnet und im Winter von November bis Juni für den Strassenverkehr gesperrt.

Technische Daten

  • Passhöhe: 2'312 m ü. M.
  • Gesamtlänge der Passstrasse: ca. 31 km
  • Maximale Schneehöhe im Winter: bis zu 5 Meter
  • Öffnungszeit Strasse: ca. Juni bis Oktober

Historische und kulturelle Bedeutung

Der Albulapass gewann im 19. Jahrhundert als wichtige Handelsroute an Bedeutung. Besonders beeindruckend ist die Rhätische Bahn, deren Strecke über den Albulapass mit ihren berühmten Viadukten, Kehrtunneln und Brücken seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Viele Eisenbahnfans pilgern speziell wegen dieser einzigartigen Bahnlandschaft in die Region.

Während des Kalten Krieges spielte der Pass eine strategische Rolle. Bestehende Festungsanlagen wurden weiterbetrieben, und es existierten zahlreiche Sprengwerke an Brücken und Strassen, um im Ernstfall eine rasche Sperrung zu ermöglichen.

Attraktionen und Aktivitäten

Sommer:

  • Beliebtes Ziel für Motorradfahrer, Rennradfahrer und Autotouristen
  • Wunderschöne Wanderungen, unter anderem vom Hospiz am Albulapass zum Lai da Palpuogna (Palpuognasee)
  • Mountainbike-Touren, darunter die berühmte AlpenX Runda Grischun (Zernez – La Punt – Albulapass – Bergün – Tiefencastel)
  • Bus alpin-Verbindung zwischen Bergün, Preda und dem Albulapass (seit 2025 im nationalen Direktverkehr integriert)

Winter: Obwohl die Passstrasse gesperrt ist, zieht der Albulapass zahlreiche Wintersportler an. Die enormen Schneemengen schaffen eine beeindruckende Winterlandschaft, die besonders für Skitouren, Schneeschuhwandern und Fotografie geeignet ist.

Besondere Merkmale

Der Pass ist bekannt für seine karge, hochalpine Landschaft, die technischen Meisterleistungen der Bahn und Strasse sowie für extreme Wetterbedingungen. Im Jahr 2024 sorgten Orkanböen von bis zu 200 km/h für den Einsturz mehrerer Hochspannungsmasten – ein Beleg für die raue Witterung auf 2300 Metern Höhe.


Beste 3 Links:

  1. Albulapass: Wintersperre, beeindruckende Schneemengen und die versteckten Schätze – Ausführlicher Winter- und Sommerbericht mit tollen Bildern

  2. Über den Albulapass zum Palpuognasee – Festung und Wandern – Sehr guter Bericht mit Geschichte, Festung und Wanderung zum Palpuognasee

  3. Albulapass (2312m) – fuorcla.ch – Kompakte Übersicht mit Fakten, Geografie, Wanderungen und Wetterdaten

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Pässe Schweiz
Albulapass (2'312 m)
Bereits in prähistorischer Zeit existierte an der Albula ein bescheidener Saumweg. Auch die Römer benutzten diese Route um im Norden Korn und Wein gegen Käse, Honig, Bienenwachs und Felle zu tauschen. Im Mittelalter stand der Pass unter der Herrschaft der Churer Bischöfe, die sich mit den Wegzöllen eine gute Einnahmequelle sicherten. Sie hatten andererseits auch Interesse daran, den Saumpfad gut zu unterhalten, ja sogar auszubauen. 1695 wurde in der Albulaschlucht zum allerersten Mal mit Schiesspulver ein Tunnel herausgesprengt, der den direkten Zugang zum Talboden von Bergün ermöglichte.
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Quelle: IG Alpenpässe