Alexander Selkirk: Das reale Vorbild für Robinson Crusoe

Alexander Selkirk (1676–1721) war ein schottischer Seemann und Freibeuter, dessen Schicksal als ausgesetzter Einsiedler in die Weltliteratur einging.

Biografie und Ereignisse

  • Herkunft: Geboren 1676 in Largo, Schottland.
  • Der Wendepunkt: Während einer Expedition als Navigator auf dem Schiff Cinque Ports geriet Selkirk 1704 nach einem Streit mit seinem Kapitän in eine missliche Lage. Er forderte selbst, auf den damals unbewohnten Juan-Fernández-Inseln vor der chilenischen Küste ausgesetzt zu werden.
  • Einsame Jahre: Er verbrachte vier Jahre und vier Monate in totaler Isolation auf der Insel Más a Tierra. Dort kämpfte er ums Überleben, litt unter psychischen Belastungen wie Depressionen und Einsamkeit, entwickelte aber auch Fertigkeiten, um sich autark zu versorgen.
  • Rettung: Im Jahr 1709 wurde er von einer englischen Expedition gerettet und kehrte 1711 nach Großbritannien zurück.
  • Literarisches Erbe: Seine Erlebnisse inspirierten den Schriftsteller Daniel Defoe zu seinem berühmten Roman Robinson Crusoe (1719).

Geografische Spuren heute

Das Juan-Fernández-Archipel erinnert noch heute an den Seemann:

  • Robinson-Crusoe-Insel: Die Insel, auf der Selkirk tatsächlich lebte, wurde von der chilenischen Regierung umbenannt.
  • Alejandro-Selkirk-Insel: Die benachbarte Insel trägt seinen Namen, obwohl er dort nie gelebt hat.

Rezeption in der Schweiz

Die Geschichte von Alexander Selkirk ist in der Schweizer Kulturlandschaft und Kunstwelt präsent und wird oft als Sinnbild für Rückzug, Sehnsucht und das Bedürfnis nach Entschleunigung reflektiert:

  • Kunstmuseum Thurgau (Kartause Ittingen): Hier wird das Werk „Mirador / Selkirk“ des Künstlers Olaf Nicolai ausgestellt. Nicolai thematisiert den Kontrast zwischen dem Leben der Mönche in der Kartause (Ort der Kontemplation) und dem radikalen Rückzug Selkirks, nach dessen Aussichtspunkt („Mirador“) er geforscht hat.
  • Kunstmuseum Olten: Auch das Kunstmuseum Olten thematisiert in Ausstellungen (wie „Voyage, voyage!“) den Topos des Reisens und der Einsamkeit, wobei die Figur des Alexander Selkirk als Referenz für das reale Vorbild des Robinson Crusoe dient.

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Alexander Selkirk
Alexander Selkirk war ein schottischer Seefahrer, der nach einem Disput mit seinem Kapitän auf der unbewohnten Südpazifik-Insel Isla M s a Tierra ausgesetzt wurde, dort vier Jahre lebte und vermutlich das historische Vorbild für Daniel Defoe s Romanfigur "Robinson Crusoe" war. Er wurde 1676 in Lower Largo, Fife in Schottland geboren und starb am 13. Dezember 1721 mit 45 Jahren an Bord des Schiffes Weymouth. 2019 jährt sich sein Geburtstag das 343. Mal.
Alexander Selkirk
Quelle: geboren.am