Alfred Döblin: Leben, Werk und Schweiz-Bezug

Alfred Döblin (1878–1957) war einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Moderne. Sein Wirken ist geprägt von formalen Experimenten, einer tiefgreifenden intellektuellen Entwicklung und einer bewegten Lebensgeschichte, die ihn auch in die Schweiz führte.

Biografische Eckpunkte

  • Herkunft: Döblin stammte aus einer assimilierten jüdischen Familie.
  • Wandlung: 1941 konvertierte er zum katholischen Glauben. Dies spiegelte sich auch in seinem Werk wider, beispielsweise in seinem Buch „Der unsterbliche Mensch“, in dem er sich explizit zum christlichen Glauben bekannte.
  • Exil: Aufgrund der politischen Umstände floh Döblin ins Exil. Dabei spielte die Schweiz eine wichtige Rolle als Zufluchtsort.

Alfred Döblin und die Schweiz

Die Schweiz diente Döblin nicht nur als Aufenthaltsort, sondern auch als produktiver Arbeitsraum. Besonders sein Aufenthalt in Zürich ist literarisch und biografisch bedeutsam:

  • Zentralbibliothek Zürich: Während seiner Zeit in der Emigration nutzte Döblin den Lesesaal der Zürcher Zentralbibliothek intensiv für Recherchen, da ihm unter den Umständen der Flucht der Zugriff auf seine Unterlagen fehlte.
  • Literarische Verarbeitung: Erlebnisse dieser Zeit flossen in seine Arbeit ein, etwa in den Roman „Babylonische Wandrung oder Hochmut kommt vor dem Fall“. Hier überblendete er seine eigene Emigrationserfahrung mit der fiktiven Geschichte von Marduk/Konrad.
  • Rezeption heute: Die Schweiz pflegt das Erbe Döblins aktiv. Dies zeigt sich sowohl in literarischen Stadtführungen (z. B. „Alfred Döblins Zürich“) als auch in Lesekreisen, die seine Klassiker wie „Berlin Alexanderplatz“ bis heute intensiv besprechen.

Wichtige Werke

  • Berlin Alexanderplatz: Sein bekanntestes und am stärksten rezipiertes Werk.
  • Die drei Sprünge des Wang-lun: Ein früher Meilenstein seines erzählerischen Schaffens.
  • November 1918: Eine deutsche Revolution: Ein monumentales Geschichtswerk.
  • Weitere Werke: Berge Meere und Giganten, Hamlet oder die lange Nacht nimmt ein Ende, Die Bibliothek.

Empfohlene Ressourcen

  1. Alfred Döblins Zürich – Ein spannender Einblick in die Schauplätze seines Zürcher Exils.
  2. Montagsleser*innen: Berlin Alexanderplatz – Ein Beispiel für die lebendige Auseinandersetzung mit seinem Hauptwerk in einer Schweizer Buchhandlung.
  3. Alfred Döblin - Buecher-Antiquariat – Umfangreiche Übersicht bibliophiler Ausgaben und Werke des Autors.

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Personen
Alfred Döblin
Alfred Bruno Döblin war ein deutscher Schriftsteller des Expressionismus (u. a. Erzählband "Die Ermordung einer Butterblume" 1904/1905), der mit "Berlin Alexanderplatz" (1929) einen der bekanntesten deutschen Romane des 20. Jahrhunderts über die sozialen Abgründe einer Metropole schrieb. Er wurde am 10. August 1878 in Stettin in Deutschland (heute Polen ) geboren und starb am 26. Juni 1957 mit 78 Jahren in Emmendingen. 2019 jährt sich sein Geburtstag das 141. Mal.
Alfred Döblin
Quelle: geboren.am