Pflanzenporträt: Das Alpen-Labkraut (Galium anisophyllon)

Das Alpen-Labkraut ist eine charakteristische Gebirgspflanze, die vor allem in den alpinen Regionen, einschließlich der Schweiz, verbreitet ist. Als Mitglied der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) ist sie eng mit anderen bekannten Arten der Gattung Galium verwandt.

Botanische Einordnung und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Galium anisophyllon
  • Alternative Bezeichnungen: Ungleichblättriges Labkraut
  • Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
  • Struktur: Eine Besonderheit der Art ist ihre stängelbasale Beschaffenheit, die fadenförmig dünn ausgeprägt ist.
  • Sprachvielfalt: Im internationalen Kontext ist sie auch als Alpine Bedstraw (Englisch), Gaillet à feuilles inégales (Französisch) oder Caglio alpino (Italienisch) bekannt.

Ökologie und Vorkommen

  • Lebensraum: Die Pflanze ist eine typische Bergpflanze (montane Stufe).
  • Höhenlage: Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der montanen Stufe (ab ca. 900 m) bis in alpine Höhenlagen von etwa 3000 m.
  • Blütezeit: Die Blütenpracht lässt sich in den Bergen zwischen Juni und September bewundern.

Kontext in der Schweiz

Das Alpen-Labkraut ist fester Bestandteil der Schweizer Flora und wird in botanischen Verzeichnissen (wie dem Online-Herbarium oder Info Flora) systematisch erfasst. In der Schweizer Landwirtschaft und Botanik nimmt die Gattung Galium eine bedeutende Rolle ein, sei es als Teil der Wiesenvegetation oder als wichtige Futterpflanze. Zudem dienen verschiedene Labkraut-Arten als Nahrungsgrundlage für spezialisierte Insekten, wie den Labkraut-Bindenspanner (Lampropteryx suffumata), dessen Raupen monophag an Labkraut-Arten leben.

Historische Verwendung der Gattung

Der Name „Labkraut“ leitet sich von der historischen Nutzung in der Käseherstellung ab. Sennen nutzten verschiedene Arten der Gattung als „Labferment“, um Milch zum Gerinnen zu bringen. Während das Echte Labkraut (Galium verum) für seine volksheilkundliche Verwendung (z. B. als Diuretikum) bekannt ist, dient die Gattung Galium insgesamt als vielfältiges Beispiel für die Nutzung von Wildpflanzen – von der Käseherstellung bis hin zur Färbung von Textilien.


  1. Alpen-Labkraut (Galium anisophyllon) - Online-Herbarium
  2. Pflanzen-Lernen: Galium anisophyllon (Steckbrief)
  3. Echtes Labkraut: Wirkung & Anwendung (AWL.ch)

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Blumen
Alpen-Labkraut
Gattung
Rötegewächse (Rubiaceae)
Blütezeit
Juni bis September
Vorkommen
montaneMontane Stufe (Bergstufe: ab 900 bis ca. 1500m)
bis
alpineAlpine Stufe (ab 2200 bis ca. 3000m)
Stufe
Alpen-Labkraut
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