Alpenmurmeltier Wildtier

Alpenmurmeltier – Der pfiffige Bewohner der Schweizer Alpen

Das Alpenmurmeltier (Marmota marmota), auch Mankei oder Murmel genannt, ist eines der bekanntesten und beliebtesten Wildtiere der Alpen. Es ist ein grosses Nagetier aus der Familie der Hörnchen (Sciuridae) und in den Hochlagen der Alpen sowie in Teilen der Karpaten beheimatet. In der Schweiz ist es vor allem in den Kantonen Graubünden, Wallis, Tessin, Uri, Glarus und Bern in geeigneten alpinen und subalpinen Lebensräumen anzutreffen.

Merkmale und Lebensweise

  • Grösse und Gewicht: Ausgewachsene Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 45–60 cm und ein Gewicht von 3–6 kg (vor dem Winterschlaf bis zu 8 kg).
  • Fell: Dichtes, graubraunes bis rötlich-braunes Fell, das eine gute Tarnung in der Bergwelt bietet.
  • Sozialverhalten: Murmeltiere leben in Kolonien mit komplexen Gangsystemen. Sie sind sehr wachsam und verständigen sich untereinander mit schrillen, pfeifenden Rufen – daher der Name „Pfeifer“.
  • Winterschlaf: Sie halten einen der längsten Winterschläfe aller Säugetiere. Von Oktober/November bis März/April schlafen sie bis zu sieben Monate am Stück in tiefen, gut isolierten Winterbauen.

Ernährung und Lebensraum

Alpenmurmeltiere ernähren sich hauptsächlich von Kräutern, Gräsern, Wurzeln und gelegentlich Insekten. Sie bevorzugen sonnige, gut drainierte Hänge mit tiefgründigen Böden, in denen sie ihre ausgedehnten Baue graben können. In der Schweiz findet man sie typischerweise zwischen 1.500 und 3.000 Metern Höhe.

Bedrohungen

Das Alpenmurmeltier steht heute vor zwei grossen Herausforderungen:

  1. Klimawandel: Durch die Erwärmung ziehen sich die Tiere in höhere Lagen zurück. Da die Gipfel jedoch begrenzt sind, wird der Lebensraum immer kleiner („Gipfel-Falle“). Geeignete Böden für Winterbaue werden in grosser Höhe rarer.
  2. Menschliche Einflüsse: Freizeitaktivitäten (Wandern, Mountainbiken, Paragliding), Störungen durch Hunde sowie der Bau von touristischen Anlagen können die Tiere stark beeinträchtigen.

Schutzprojekte der Deutschen Wildtier Stiftung und Schweizer Organisationen zeigen, dass Massnahmen zum Schutz der Gämse (z. B. Ruhezonen) oft auch dem Murmeltier zugutekommen.

Interessante Fakten

  • Murmeltiere können bis zu 15–20 Jahre alt werden.
  • Sie sind deutlich besser zu hören als zu sehen – ihr charakteristischer Warnpfiff gehört zu den typischen Geräuschen der Alpen.
  • In der Schweiz wird das Alpenmurmeltier in manchen Regionen traditionell bejagt, unterliegt jedoch strengen Jagdgesetzen.

Beste weiterführende Links

  1. Alpenmurmeltier – Deutsche Wildtier Stiftung
  2. Alpenmurmeltier – Natur- und Tierpark Goldau
  3. Alpenmurmeltier – Tiroler Jägerverband (mit biologischen Daten)

Vielleicht auch interessant


Bartgeier

Baummarder

Eurasischer Fischotter

Europäischer Dachs

Europäischer Iltis

Gartenschläfer

Gämse

Hausschwein

Igel

Kamel

Maultier

Mufflon

Pinguin

Reh

Rothirsch

Schildkröte

Schwarzes Alpenschwein

Sikahirsch

Syrischer Braunbär

Trampeltier

Weisser Barock-Esel

Wildschwein

Wisent

Zwergmaus

Zwergziege
War das hilfreich?
Wildtiere
Alpenmurmeltier
Alpenmurmeltiere sind sehr gesellig; sie leben in Familienverbänden von bis zu 15 Mitgliedern. Halten sie sich ausserhalb des selbst gegrabenen Höhlensystems auf, steht immer ein Familienmitglied Wache, um die anderen Tiere bei Gefahr zu warnen. Diese schrillen Pfiffe sind oft auch das Einzige was man in den Bergen von diesen scheuen Tieren mitbekommt.
mehr Wildtiere
Murmeltier
KImehr über Murmeltier
Quellen: Naturpark Goldau, Wikipedia