Dokumentarfilm-Portrait: Amazonen einer Grossstadt
Der Schweizer Dokumentarfilm «Amazonen einer Grossstadt» aus dem Jahr 2020 ist das Erstlingswerk (Opera Prima) der Regisseurin Thaïs Odermatt. Der Film befasst sich mit der Suche nach modernen Heldinnen und der Bedeutung von Kampfgeist in der heutigen Gesellschaft.
Inhalt und Thematik
Die Regisseurin Thaïs Odermatt begibt sich auf eine persönliche Spurensuche, inspiriert durch ihre eigene Mutter, die sich in der Innerschweiz aktiv für das Frauenstimmrecht einsetzte. In der Grossstadt sucht Odermatt nach heutigen Entsprechungen der legendären Amazonen – Frauen, die bereit sind, ohne Kompromisse und Rechtfertigungen für ihre Ziele, Überzeugungen und für Humanität einzustehen.
Der Film porträtiert dabei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, darunter:
- Maryna Ivashko: Eine MMA-Sportlerin, die im Ring um den Sieg kämpft.
- DJ That Fucking Sara: Eine Protagonistin der heutigen urbanen Szene.
- Zilan: Eine ehemalige kurdische Freiheitskämpferin und Mutter.
- Irmela Mensah-Schramm: Eine bekannte Menschenrechtsaktivistin.
Hintergrund und Rezeption
Der Film wurde in der Schweiz mehrfach bei Veranstaltungen und in Programmkinos gezeigt (u.a. Kino Cameo, Chäslager Kulturhaus Stans, Sedel Luzern). Er versteht sich als Reflexion über moderne, ungestüme Heldinnen, die in einer Zeit leben, in der die ursprünglichen, kriegerischen Rufe der Jugend bereits verklungen sind. Die Produktion wird oft im Kontext feministischer Diskurse und durch Kollektive (wie das feministische Kollektiv Nidwalden) zur Diskussion gestellt.
Technische Daten:
- Regie: Thaïs Odermatt
- Produktion: maximage, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf
- Länge: ca. 65–66 Minuten
- Erscheinungsjahr: 2020
Empfohlene Links
- Amazonen einer Grossstadt – Kino Cameo (Spielplan-Archiv)
- Filmzentralschweiz – Informationen zum Film
- Sedel Luzern – Dokumentation zu Filmvorführung und Gespräch
Vielleicht auch interessant
War das hilfreich?

