Amazonian Cosmos: Ein filmischer Blick auf den Widerstand der Amazonas-Völker

Der Dokumentarfilm "Amazonian Cosmos" (2019/2020) des Schweizer Regisseurs Daniel Schweizer ist ein eindringliches Werk, das die existenziellen Bedrohungen der indigenen Völker des Amazonas beleuchtet und eine scharfe Kritik an der modernen Konsumgesellschaft übt.

Inhalt und Thematik

Der Film folgt dem Macuxi-Indigenen Jaider, der seine Heimat verlässt, um die Botschaft seines Volkes in die Welt der „Weißen“ zu tragen. Gemeinsam mit den Yanomami teilt er die Warnung vor der „Chute du Ciel“ (dem Fall des Himmels), einer drohenden ökologischen Katastrophe. Seine Odyssee führt ihn von den Tiefen des Regenwaldes über San Francisco und Genf bis hin zu einer Audienz bei Papst Franziskus in Rom. Dabei fungiert der Film als eine „chamanische Kritik“ an der westlichen Lebensweise.

Schweizer Kontext und Produktion

  • Regie & Produktion: Der Film wurde unter der Regie des Genfers Daniel Schweizer realisiert, der bereits mehrfach über Amazonien berichtet hat. Produziert wurde das Werk durch die renommierte Schweizer Produktionsfirma Amka Films Productions (unter der verstorbenen Produzentin Tiziana Soudani), in Koproduktion mit der RSI (Radiotelevisione svizzera) und RTS (Radio Télévision Suisse).
  • Rezeption: Der Film wurde im Rahmen bedeutender Schweizer Festivals und Veranstaltungen gewürdigt, darunter das Festival FILMAR en América Latina und der Prix Farel 2021, wo er als „lucide und stark“ beschrieben wurde.
  • Distrubution: Die Verbreitung erfolgte unter anderem über Plattformen wie Filmingo, wobei der Film auch in Archiven der Cinémathèque suisse als bedeutendes zeitgenössisches Werk geführt wird.

Zentrale Botschaft

Daniel Schweizer betont, dass der Film nicht nur über die Indigenen spricht, sondern direkt mit ihnen gedreht wurde. Er gibt Stimmen wie denen des bekannten indigenen Anführers und Schamanen Davi Kopenawa Raum, um die spirituelle und ökologische Verbindung zwischen Erde und Kosmos zu verdeutlichen, die durch die Zerstörung des Regenwaldes unwiederbringlich bedroht ist.


  1. Cinéforom – Filmprofil Amazonian Cosmos
  2. Prix Farel 2021 – Würdigung des Films
  3. EPIC-Magazine – Analyse und Hintergrund zum Film

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Amazonian Cosmos
Amazonian Cosmos
Switzerland, January 2020
Der Macuxi-Indianer Jaider verlässt Amazonien und reist in die Welt der Weissen, um der Stimme seines Volkes Gehör zu verschaffen und Verbündete zu finden. Er ist überzeugt, dass die spirituellen Führer der Welt sich zusammentun müssen, um die bedrohte Erde zu schützen, denn gemäss einer Prophezeiung seines Volkes und der benachbarten Yanomami steht der «Absturz des Himmels» unmittelbar bevor. Jaiders Suche führt ihn vom Amazonas-Regenwald nach San Francisco und weiter nach Genf. Von dort aus begleitet er eine alte Schamanin bis nach Rom, um Papst Franziskus zu treffen. Seine Odyssee durch die westliche Welt wird zu einer schamanischen Kritik an unserer Konsumgesellschaft.
von Daniel Schweizer
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Quelle: swissfilms.ch