Angina pectoris: Ursachen, Formen und Notfallmaßnahmen

Angina pectoris (auch Stenokardie oder „Brustenge“ genannt) ist ein Leitsymptom für eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff. In Deutschland zählt die Erkrankung zu den häufigen Volkskrankheiten und ist meist ein Anzeichen für eine zugrunde liegende Koronare Herzkrankheit (KHK).

Was ist Angina pectoris?

Das Krankheitsbild ist durch anfallsartige Schmerzen oder ein Engegefühl in der Brust gekennzeichnet. Die Beschwerden entstehen, wenn der Herzmuskel bei Belastung nicht ausreichend mit Blut und damit Sauerstoff versorgt wird.

Wichtige Formen der Angina pectoris

Medizinisch werden primär drei Formen unterschieden:

  • Stabile Angina pectoris: Die Beschwerden treten reproduzierbar bei gleichbleibender Belastung auf und bessern sich in der Regel durch körperliche Ruhe oder die Einnahme von Nitraten.
  • Instabile Angina pectoris: Hierbei handelt es sich um eine gefährliche Verschlechterung. Die Schmerzen treten plötzlich auf, sind stärker, dauern länger an oder treten bereits in Ruhe auf. Dies ist ein hochgradiger Warnhinweis auf einen drohenden Herzinfarkt.
  • Prinzmetal-Angina: Eine seltenere Form, die durch Gefäßspasmen (krampfartige Verengungen) der Herzkranzgefäße verursacht wird und oft in Ruhe auftritt.

Symptome und Begleiterscheinungen

Neben dem Engegefühl in der Brust können folgende Symptome auftreten:

  • Ausstrahlung der Schmerzen (z. B. in den Arm, den Kiefer oder den Bauchraum).
  • Übelkeit oder Schmerzen im Oberbauch.
  • Todesangst.
  • Hinweis: Beim „kardialen Syndrom X“ können Angina-pectoris-Beschwerden auftreten, obwohl keine offensichtlichen Verengungen der großen Herzkranzgefäße vorliegen.

Notfallmanagement: Was ist zu tun?

Da eine Unterscheidung zwischen einer stabilen Angina und einem akuten Herzinfarkt für Laien (und oft auch in der ersten Einschätzung) unmöglich ist, gilt in Deutschland die „Auf-Nummer-sicher-Regel“:

  1. Notruf (112): Wenn Beschwerden trotz Einnahme von Notfallmedikamenten (Nitrate) nicht abklingen oder bereits in Ruhe auftreten, muss sofort der Notarzt gerufen werden.
  2. Nicht allein lassen: Betroffene Personen sollten während eines Anfalls niemals allein gelassen werden.
  3. Ruhe bewahren: Körperliche Anstrengung sofort einstellen.

Prävention und Risikofaktoren

Die Vorbeugung zielt primär auf die Bekämpfung der kardiovaskulären Risikofaktoren ab:

  • Regelmäßige ärztliche Kontrollen (insbesondere bei Vorerkrankungen).
  • Kontrolle des Cholesterinspiegels und des Blutdrucks.
  • Ausreichende körperliche Bewegung und ein gesundes Körpergewicht.
  • Gesunde Schlafgewohnheiten.

Empfohlene weiterführende Informationen

  1. Angina pectoris: Symptome und Behandlung - Navigator Medizin
  2. Angina Pectoris - Was tun bei plötzlichen Schmerzen in der Brust? - Aktive-Rentner
  3. Angina Pectoris: Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten - kardionetzwerk
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Krankheiten
Angina pectoris
Synonym: Herzenge Von Angina pectoris sprechen Mediziner, sobald die koronare Herzkrankheit zu Schmerzen in der Brust führt. Dann haben sich die betroffenen Herzkranzgefässe so weit verengt, dass Zellen des Herzmuskels nicht mehr ausreichend Sauerstoff erhalten. Fachleute unterscheiden zwischen stabiler und instabiler Angina pectoris. Im Gegensatz zur stabilen Form erscheinen Beschwerden bei der instabilen häufiger, sie sind stärker und dauern länger an, und das Herzinfarktrisiko ist erheblich höher. Die instabile Angina pectoris kann das Leben der Betroffenen unmittelbar und kurzfristig bedrohen. Darum gehört sie zum akuten Koronarsyndrom, die stabile Form jedoch nicht. Angina pectoris ist weit verbreitet. Ihre Häufigkeit steigt mit dem Alter, Frauen sind weniger oft betroffen als Männer.