Porträt der Vierfleck-Zartspinne (Anyphaena accentuata)

Die Vierfleck-Zartspinne (Anyphaena accentuata) ist eine faszinierende und weit verbreitete Spinnenart, die aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und ihres interessanten Verhaltens sowohl in der Wissenschaft als auch in der Öffentlichkeit Beachtung findet.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Anyphaena accentuata (Walckenaer, 1802)
  • Familie: Zartspinnen (Anyphaenidae)
  • Größe: 4–7 mm
  • Aussehen: Unauffällige, getarnte Erscheinung, oft auf Baumrinden anzutreffen.
  • Verbreitung: Häufig in Europa anzutreffen; in Gebirgsregionen liegt die Obergrenze ihrer Verbreitung meist bei etwa 1000 m über dem Meeresspiegel.

Lebensweise und Habitat

  • Lebensraum: Bevorzugt Laubwälder, Bäume und Sträucher.
  • Winterquartier: In der kalten Jahreszeit sucht die Spinne Schutz unter der Rinde abgestorbener Bäume oder in der Laubstreu. Gelegentlich verirren sich Individuen als „Besucher“ in Wohnungen oder an Hauswände.
  • Aktivität: Sie ist eine nachtaktive Jägerin, die bei ihren Streifzügen häufig an Fassaden und Nebengebäuden beobachtet werden kann.

Besondere Projekte und Forschung in der Schweiz

Die Vierfleck-Zartspinne ist Gegenstand innovativer Forschungsprojekte, die eine Brücke zwischen Biologie und moderner Technologie schlagen:

  • VR-Experience „Spinne sein“: Ab September 2025 präsentieren das Museum für Gestaltung Zürich und das Naturhistorische Museum der Universität Zürich das interaktive VR-Erlebnis „Spinne sein“. Ziel des Projekts ist es, Menschen mittels modernster Technik in die Perspektive der Spinne zu versetzen, um das Verständnis für kleine Lebewesen zu fördern.
  • Ökologische Bedeutung: Als „Spinne des Jahres 2015“ wurde sie genutzt, um auf die Bedeutung von naturnahen Laub- und Mischwäldern sowie das Belassen von stehendem Totholz aufmerksam zu machen.

  1. Spinne sein – Ein Forschungsprojekt des Museums für Gestaltung Zürich
  2. Arages: Ausführliche Informationen zur Vierfleck-Zartspinne (Spinne des Jahres 2015)
  3. Naturhistorisches Museum der Universität Zürich: Projektvorstellung „Spinne sein“

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