Architektonisches Werk Le Corbusier UNESCO

Das architektonische Werk von Le Corbusier – Ein UNESCO-Welterbe mit starken Schweizer Wurzeln

Das architektonische Werk des Schweizer Architekten, Malers und Theoretikers Le Corbusier (eigentlich Charles-Édouard Jeanneret, 1887–1965) wurde 2016 von der UNESCO als transnationale Welterbestätte anerkannt. Unter dem offiziellen Titel „Das architektonische Werk von Le Corbusier – ein aussergewöhnlicher Beitrag zur Moderne“ vereint die Stätte 17 herausragende Bauwerke in sieben Ländern (Frankreich, Schweiz, Deutschland, Belgien, Argentinien, Japan und Indien). Diese Bauten gelten als Meilensteine der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts.

Bedeutung und Kriterien der UNESCO-Anerkennung

Die UNESCO würdigt Le Corbusier als einen der einflussreichsten Architekten der Moderne. Seine Werke verkörpern die „Fünf Punkte einer neuen Architektur“ (u. a. Pilotis, freier Grundriss, Dachgarten, Bandfenster und freie Fassade). Sie spiegeln das harmonische Zusammenspiel von Bewohnern, Architektur und Umwelt wider und haben die Art und Weise, wie Städte und Gebäude weltweit gestaltet werden, nachhaltig geprägt.

Die beiden Schweizer Welterbe-Objekte

Zwei der 17 Welterbestätten liegen in der Schweiz:

  • Villa Le Lac (Petite villa au bord du lac Léman) in Corseaux (Waadt)
    Das 1923–1925 für die Eltern von Le Corbusier erbaute Haus am Genfersee gilt als eines der frühesten Beispiele seiner revolutionären Ideen. Mit nur 60 m² Fläche ist es ein Meisterwerk der Funktionalität und Minimalismus. Die Villa ist vollständig erhalten und kann besichtigt werden.

  • Immeuble Clarté in Genf
    Das 1931–1932 erbaute Wohnhaus mit 45 grosszügigen Wohnungen gilt als Ikone des modernen Wohnungsbaus. Der Name „Clarté“ (Klarheit) steht für lichtdurchflutete Räume, grossflächige Fenster und eine neuartige Stahlbetonkonstruktion.

Weitere Highlights der Welterbestätte (Auswahl)

  • Villa Savoye (Poissy, Frankreich)
  • Unité d’Habitation (Marseille, Frankreich)
  • Notre-Dame-du-Haut (Ronchamp, Frankreich)
  • Nationalmuseum für westliche Kunst (Tokio, Japan)
  • Chandigarh (Indien) – die einzige realisierte Planstadt Le Corbusiers

Le Corbusier und die Schweiz

Obwohl Le Corbusier ab 1917 hauptsächlich in Paris lebte, blieb er zeitlebens stark mit der Schweiz verbunden. Geboren in La Chaux-de-Fonds, realisierte er einige seiner wichtigsten Frühwerke am Genfersee. Seine Ideen zur modernen Architektur und Stadtplanung beeinflussen bis heute die Schweizer Baukultur – von der Genfer Moderne bis hin zu aktuellen Debatten über nachhaltiges Bauen.

Sein Vermächtnis wird in der Schweiz an mehreren Orten gepflegt, darunter der Pavillon Le Corbusier in Zürich, der als einziges Museum weltweit vollständig nach seinen Plänen gebaut wurde und als begehbares Gesamtkunstwerk gilt.

Quellen und weiterführende Informationen:

  1. Das architektonische Werk von Le Corbusier – Video & Wissenswertes – Offizielles Schweizer Welterbe-Portal mit Erklärvideo
  2. UNESCO Welterbe Schweiz – Le Corbusier und die 13 Stätten im Überblick – Sehr gute Gesamtübersicht
  3. Pavillon Le Corbusier Zürich – Ein grosses Vermächtnis der Architektur – Aktuelle Informationen zum einzigen reinen Le-Corbusier-Museum der Schweiz

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Welterbe UNESCO
Architektonisches Werk Le Corbusier UNESCO (2016)
Die Welterbestätte umfasst 17 Bauten des Architekten Le Corbusier. Die Gebäude zeigen die Lösungen, welche die Moderne im 20. Jahrhundert für die Herausforderungen des Erfindens neuer architektonischen Techniken bereithielt, um auf die Bedürfnisse der Gesellschaft einzugehen. Mit der Villa Le Lac sowie dem Maison Clarté liegen zwei der Bauten in der Schweiz, die übrigen in Frankreich, Argentinien, Belgien, Deutschland, Indien und Japan.
Architektonisches Werk Le Corbusier
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Quelle: Wikipedia