Aronstab Giftpflanze

Gefleckter Aronstab (Arum maculatum) – Giftpflanze der Schweiz

Übersicht

Der Gefleckte Aronstab (Arum maculatum) ist eine in der Schweiz und weiten Teilen Europas verbreitete, stark giftige Wildpflanze aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Alle Pflanzenteile – besonders die Beeren und der Wurzelstock – enthalten giftige Calcium-Oxalat-Kristalle und weitere Toxine, die bei Verschlucken zu schweren Magen-Darm-Beschwerden führen können. Eine medizinische oder phytotherapeutische Nutzung wird heute nicht empfohlen.

Wichtige Merkmale

  • Wuchshöhe: 20–40 cm
  • Blätter: Groß, pfeilförmig, oft dunkel gefleckt, netznervig
  • Blütenstand: Charakteristischer grüner Hochblatt-Schlauch mit keulenförmigem Kolben (April–Mai)
  • Früchte: Leuchtend rote Beeren in dichten Trauben (Sommer/Herbst)
  • Lebensform: Ausdauernder Geophyt, der im Frühjahr austreibt und im Winter oberirdisch abstirbt

Vorkommen & Standort (Schweiz)

In der Schweiz wächst der Aronstab vor allem in Laubwäldern, an Gehölzrändern und in halbschattigen bis schattigen Lagen bis in mittlere Höhenlagen. Der Bestand gilt als nicht gefährdet, die Art ist jedoch regional eher selten.

Giftwirkung & Risiken

  • Haupttoxine: Unlösliche Calcium-Oxalat-Kristalle und Oxalsäure
  • Symptome bei Aufnahme: Brennen im Mund, starke Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Besonders gefährdet: Kleinkinder und Haustiere (Hunde, Katzen)
  • Hinweis: Keine Selbstmedikation – die Pflanze hat keine anerkannte medizinische Anwendung

Verwechslungsmöglichkeiten

  • Italienischer Aronstab (Arum italicum): Blätter erscheinen später, Kolben oft gelblich
  • Südöstlicher Aronstab (Arum cylindraceum): Längerer Stängel, Blätter nie gefleckt
  • Bärlauch-Doppelgänger: Der Aronstab wächst oft in der gleichen Krautschicht wie Bärlauch – Verwechslungsgefahr mit den jungen Blättern!

Gartenhaltung

Der Aronstab eignet sich für halbschattige bis schattige Standorte im Garten (Gehölzrand, unter Laubbäumen), sollte jedoch wegen der hohen Giftigkeit nicht in Gärten mit Kleinkindern oder Haustieren gepflanzt werden.


  1. https://www.awl.ch/heilpflanzen/arum_maculatum/aronstab.htm
    (Ausführliche Giftpflanzen-Informationen mit Fokus auf Toxikologie)

  2. https://www.toxinfo.ch/baerlauch_giftige_doppelgaenger
    (Tox Info Suisse – Warnung vor Doppelgängern des Bärlauchs inkl. Aronstab)

  3. https://www.vier-pfoten.ch/unseregeschichten/ratgeber/fuer-haustiere-gefaehrliche-pflanzen
    (VIER PFOTEN Schweiz – Gefahren für Hunde und Katzen)

  4. https://www.digitalefolien.ch/biologie/pflanzen/frueh/aronstab.html
    (Biologie und Verbreitung in der Schweiz)

  5. https://hausinspiration.de/aronstab-giftig/
    (Aktuelle Infos zur „Giftpflanze des Jahres 2019“ und Gartenrisiken)

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Giftpflanzen
Aronstab
Einstufunggiftig
Giftige Teilealle Pflanzenteile
WirkstoffeOxalat, Saponin, Coniin (Alkaloid)
FolgenÜbelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Rötungen
Aronstab
KImehr über Aronstab
Quelle: Wikipedia