Die militärhistorische Bedeutung der Artilleriestellung Bucklen

Die Artilleriestellung Bucklen ist ein spezifisches militärisches Objekt, das im Kontext der Schweizer Landesverteidigung und der entsprechenden Infrastruktur für Artillerieeinheiten zu betrachten ist.

Einordnung der Artilleriestellung Bucklen

Die Anlage in Bucklen ist durch historische Dokumentationen und militärhistorische Inventare (z. B. ZDT-Datenbank für MHSZ-Exponate) als Teil eines befestigten Verteidigungssystems belegt. Zu den dortigen militärischen Objekten zählen:

  • Artilleriestellungen: Es wurden spezifisch offene Stellungen für die 7.5 cm Feldkanone 03/22 identifiziert (Mandant ID: 4017115 und 4017116). Diese Kanonen waren ein Standardgeschütz der Schweizer Armee in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
  • Infrastruktur: Ergänzend zu den Geschützstellungen finden sich im Bereich Bucklen Unterstände (z. B. U 12 W.) sowie infrastrukturelle Sperrelemente wie Panzergrabenbrücken, die der taktischen Sicherung des Geländes dienten.

Militärhistorischer Kontext in der Schweiz

Artilleriestellungen in der Schweiz unterlagen im Laufe des 20. Jahrhunderts einem steten Wandel:

  1. Vom stationären zum mobilen Einsatz: Während früher oft stark eingegrabene Unterstände genutzt wurden, erzwang die Notwendigkeit des häufigen Stellungswechsels den Bau leichterer, gut getarnter Anlagen.
  2. Tarnung: Aus Geheimhaltungsgründen wurden militärische Stellungen in der Schweiz häufig unkenntlich gemacht. Man nutzte zivile Tarnungen, etwa indem man Artilleriestellungen als Chalets verkleidete, um sie vor gegnerischer Aufklärung zu schützen.
  3. Verbundene Hindernisse: Die Artilleriestellungen waren meist in ein System aus Panzerhindernissen (Gräben, Mauern) und Infanteriehindernissen eingebettet, wie das Beispiel der Anlagen im Raum Büttenenloch/Bucklen zeigt.

Zusammenfassung

Die Stellung in Bucklen repräsentiert eine klassische, befestigte Position für Feldartillerie. Ihr Erhalt in militärhistorischen Datenbanken dokumentiert die Strategie der Schweizer Armee, wichtige Geländekammern durch eine Kombination aus mobilen Geschützpositionen und festen Sperrwerken (Panzergräben/Unterstände) abzusichern.


Empfohlene weiterführende Informationen

  1. ZDT Datenbank für MHSZ (Militärhistorische Sammlung) – Detaillierte Auflistung der Exponate und technischen Anlagen in Bucklen und Umgebung.
  2. Festung Oberland: Unsichtbar statt unbezwingbar – Hintergrundinformationen zur Entwicklung und Tarnung von Artilleriestellungen und Hindernissen in der Schweiz.
  3. Swisstopo Historic: Kartengeheimnisse – Spannende Einblicke in die schweizerische Praxis der militärischen Tarnung und kartografischen Geheimhaltung.

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Die ehemalige Artilleriestellung der Feldartillerieabteilung 16 befindet sich bei Bucklen (Flurnamen) im unteren Hürital in der Gemeinde Unterägeri. Sie umfasst vier offene betonierte Stellungen für 7,5-cm-Feldkanonen 03/22 sowie zwei Unterstände.
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Quelle: Wikipedia