Die Artilleriestellung Gsal: Verteidigung am Oberen Hauenstein

Die Artilleriestellung Gsal ist ein bedeutendes Zeugnis der Schweizer Militärgeschichte und ein Bestandteil der Grenzbrigade 9. Sie befindet sich am strategisch wichtigen Übergang des Oberen Hauensteins.

Technische Daten und Aufbau

Die Anlage wurde im Kontext der Landesverteidigung (insbesondere basierend auf Planungen der Grenzbrigade 9 aus dem Jahr 1940) errichtet. Es handelt sich hierbei um eine Batterie, die speziell für den Einsatz mobiler Artillerie ausgelegt war.

  • Bewaffnung: Die Stellung umfasste vier Geschützstände für 12 cm Kanonen.
  • Objektnummern: Die einzelnen Bunker/Stände sind unter folgenden Bezeichnungen in den militärhistorischen Verzeichnissen gelistet:
    • A3557: 12 cm Kanone (Koordinaten 631750/247470)
    • A3558: 12 cm Kanone (Koordinaten 631720/247470)
    • A3559: 12 cm Kanone (Koordinaten 631670/247470)
    • A3560: 12 cm Kanone (Koordinaten 631640/247470)

Strategische Bedeutung

Die Artilleriestellung Gsal diente zur Sicherung des Raumes am Oberen Hauenstein. Während viele Schweizer Festungsanlagen im 20. Jahrhundert durch aufwendige Tarnungen (z. B. als Chalets oder Felswände) vor der Aufklärung geschützt wurden, zeichnet sich die Stellung Gsal durch ihre spezifische Auslegung für 12 cm Geschütze aus, die im Rahmen der mobilen Verteidigungstaktik der Schweiz zur Zeit des Zweiten Weltkriegs eine zentrale Rolle spielten.

Hinweis zur Besichtigung

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die militärhistorischen Organisationen, die diese Daten dokumentieren (wie festung-oberland.ch), keine Besichtigungen in den privaten oder gesicherten Bunkeranlagen durchführen. Die Anlagen befinden sich in einem historischen Kontext und dienen heute primär der geschichtlichen Aufarbeitung und Dokumentation.


Empfohlene Quellen für weiterführende Informationen

  1. Art Stel Gsal - Festung Oberland – Detailinformationen zur Sperre Gsal und weitere Objekte der Grenzbrigade 9.
  2. Swisstopo Historic - Kartengeheimnisse – Hintergrundwissen zur Tarnung und Geheimhaltung von Artilleriestellungen in der Schweiz.
  3. Fortificazioni Ticinesi - Artilleriestellungen – Vergleichsbeispiele für die Struktur und den Zweck von Kanonenstellungen in der Schweizer Alpenregion.

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Die Artilleriestellung befindet sich auf dem östlichen Grat des Kesselbergs südlich des Weilers Gsal. Es handelt sich um eine Batterie mit vier Geschützständen für 12 cm Kanonen der mobilen Artillerie. Die Stellung wurde 1940 vom Baudetachement Renfer erstellt.
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Quelle: Wikipedia