Das Artilleriewerk Beglingen: Historische Verteidigungsanlage im Glarnerland

Das Artilleriewerk Beglingen war ein bedeutender Teil der schweizerischen Verteidigungsstrategie während des Zweiten Weltkriegs. Gelegen im Kanton Glarus, spielte es eine strategische Rolle bei der Sicherung des Zugangs zum Linthtal.

Historische Einordnung und Baugeschichte

  • Bauzeit: Das Werk wurde in den Jahren 1941 bis 1943 während des Aktivdienstes errichtet.
  • Strategische Bedeutung: Die Festung diente dazu, den Zugang ins Glarnerland von Sargans her kommend zu sperren. Zusammen mit dem benachbarten Artilleriewerk Niederberg bildete es ein wichtiges Verteidigungsbollwerk in der Talebene nördlich von Näfels am Rautibach.
  • Historischer Kontext: Der Standort Beglingen blickt auf eine lange militärgeschichtliche Tradition zurück, die bis zu den Letzimauern aus dem 14. Jahrhundert (nach 1351) reicht, welche ebenfalls den Zugang zum Tal schützen sollten.

Nutzung nach dem Militärdienst

  • Asylbewerberunterkunft: Nach der militärischen Nutzung wurde die Anlage zwischen Juni und November 1999 vorübergehend als Unterkunft für Asylsuchende genutzt.
  • Technische Infrastruktur: Ein markantes Merkmal des Werks war die interne Standseilbahn (Schrägaufzug), die den Transport innerhalb der Anlage ermöglichte. Diese wurde jedoch nach 1999 nicht mehr für den Personentransport zugelassen und im Dezember 2016 offiziell vom Militär stillgelegt.
  • Status: Heute ist das Werk vor allem ein historisches Zeugnis der Schweizer Landesbefestigung, wobei der Fokus auf Dokumentationen über die erhaltene Infrastruktur, wie etwa die Standseilbahn, liegt.
  1. Mollis Artilleriewerk Beglingen – Standseilbahnen.ch
  2. Zeitschrift: Mittelalter 2010/2 – Burgenverein (Beitrag zu Letzimauern und Beglingen)
  3. HS-Publikationen: Informationen zu Artilleriewerken (Referenz für Festungsbau in der Schweiz)

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Das Artilleriewerk Beglingen (Armeebezeichnung A 6756) befindet sich auf der östlichen Talseite der Sperre Näfels und flankierte diese zusammen mit dem Artilleriewerk Niederberg. Es wurde 1941–1943 erbaut. Das Felswerk umfasste vier Geschützstände, zwei Beobachterstände sowie Nah- und Aussenverteidigung und kostete rund 5 Millionen Franken. Die Bewaffnung bestand aus zwei 7,5 cm Befestigungskanonen 39 (Ernst und Josef) und zwei 10,5 cm Befestigungskanone 39 (Fridolin und Barbara) sowie einer 4,7 cm Bunker-Panzerabwehrkanone 41 und drei Maschinengewehren.
Artilleriewerk Beglingen
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Quelle: Wikipedia