Übersicht: Das Schweizer Artilleriewerk Champillon (A 365)
Das Artilleriewerk Champillon, im Schweizer Militärverzeichnis unter der Bezeichnung A 365 geführt, ist eine bedeutende Verteidigungsanlage, die strategisch wichtig für die Sicherung der Region um den Genfersee konzipiert wurde.
Historischer Kontext und Funktion
Das Werk liegt im Kanton Waadt und wurde während des Zweiten Weltkriegs als Teil der Schweizer Landesverteidigung errichtet. Die Anlage war ab Oktober 1942 offiziell schussbereit. Zusammen mit den Artilleriewerken Chillon und Dailly bildete es ein Verteidigungsnetz, das den Auftrag hatte, das Süd- und Westufer des Genfersees abzuriegeln und zu schützen.
Technische Daten und Bewaffnung
Ursprünglich waren für das Werk vier 7,5-cm-Kanonen vorgesehen. Aus finanziellen Erwägungen und aufgrund von Sparmassnahmen während der Bauphase wurde die Bewaffnung jedoch redimensioniert. Die schlussendliche Hauptbewaffnung bestand aus zwei 10,5-cm-Bunkerkanonen (BK 39 L42). Die Anlage verfügt zudem über eine unterirdische Infrastruktur für die Truppenunterkunft.
Heutige Bedeutung
Das Artilleriewerk Champillon ist heute ein wichtiges Zeugnis der Schweizer Festungsbaukunst. Dank des Engagements des ehemaligen Kommandanten Pierre Delévaux wurde dem Werk eine eigene, detaillierte Website gewidmet, die umfassende Einblicke in die Baugeschichte, technische Pläne und eine umfangreiche Fotosammlung bietet. Es dient heute als historisches Dokumentationszentrum für Interessierte der schweizerischen Militärgeschichte.
Empfohlene weiterführende Links
- Offizielle Informationen zum Artilleriewerk Champillon (Festung-Oberland.ch)
- Artilleriewerk Champillon auf Festungswelt.de
- GMS-Linkliste zu Schweizer Museumsfestungen
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