Das Artilleriewerk Legi (A1880-L) – Eine Schweizer Festungsanlage am Thunersee

Das Artilleriewerk Legi ist ein bedeutendes militärhistorisches Bauwerk der Schweizer Armee, das Teil des Verteidigungssystems im Reduit am Thunersee war. Es liegt oberhalb der Beatenbucht im Felsmassiv und bildete gemeinsam mit dem Werk Waldbrand und dem Werk Schmockenfluh eine strategische Einheit auf der rechten Thunersee-Seite.

Übersicht und technische Daten

  • Standort: Beatenberg, Kanton Bern (Rechtes Thunersee-Ufer).
  • Militärische Kennung: A1880-L.
  • Bauzeit: Beginn ab 1941 während des Aktivdienstes.
  • Bewaffnung: Ursprünglich mit acht 15-cm-Haubitzen 16 L14 auf Hebellafetten ausgestattet.
  • Verbindung: Das Werk Legi ist operativ und infrastrukturell eng mit dem etwa 90 Meter tiefer liegenden Artilleriewerk Waldbrand (A1880) verbunden. Die beiden Anlagen sind über einen Zugangsstollen sowie eine Stollentreppe miteinander gekoppelt.
  • Logistik: Für den Material- und Personentransport zum höher gelegenen Werk Legi existierte eine militärische Standseilbahn. Zudem wurden Versorgungsleistungen (wie die Verpflegung durch die Küche in Waldbrand) zentralisiert.
  • Betriebszeit: Die Anlage wurde bis Mitte der 1990er-Jahre durch die Festungstruppen (Fest Abt 14) betrieben.
  • Desarmierung/Rückbau: Die Anlage wurde Ende der 1980er-Jahre desarmiert; der endgültige Rückbau der Infrastruktur erfolgte bis Ende 2005.

Historische Bedeutung

Das Werk Legi war eines der zentralen Glieder in der Artilleriekette rund um den Thunersee. Die Feuerleitung für das Werk erfolgte teilweise über externe Stellen, wie etwa das Artilleriewerk Faulensee, das die Koordination für zahlreiche Anlagen rund um den See übernahm. Aufgrund seiner Lage im schwierigen Felsgelände stellte der Bau und der Betrieb der Anlage, insbesondere die vertikale Verbindung zwischen den Werken, eine beachtliche ingenieurtechnische Leistung dar. Heute ist das Werk für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, dient jedoch Historikern und Interessierten weiterhin als wichtiges Studienobjekt zur Schweizer Reduit-Strategie.


Empfohlene weiterführende Informationen

  1. Artilleriewerk Legi (A1880-L) – Festung Oberland
  2. Artilleriewerk Legi – Standseilbahnen.ch (Detaillierte Informationen zur Militärbahn)
  3. Publikationen zu den Thunersee-Festungen (HS-Publikationen)

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Festungen Schweiz
Artilleriewerk Legi (BE)
Das Artilleriewerk (AW) Legi (Armeebezeichnung A1880-L) wurde vom 90 Meter unter ihm liegenden Werk Waldbrand aus versorgt (gemeinsame Küche). Das Kommando des AW Legi befand sich im AW Waldbrand. Der Transport erfolgte entweder mit der Verwundeten-Transportbahn für zwei Personen oder über 517 Treppenstufen. Für schweres Material (Munition usw.) war von der Grönstrasse nach den zwei Tunneln in Richtung Sigriswil eine Standseilbahn erstellt worden (die Hälfte der Geleise waren unterirdisch).
Artilleriewerk Legi
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Quelle: Wikipedia