Übersicht: Das Artilleriewerk Waldbrand (A1880)
Das Artilleriewerk Waldbrand ist eine der bedeutendsten historischen Festungsanlagen der Schweizer Armee am rechten Thunerseeufer. Es war ein zentraler Bestandteil des Schweizer Reduits zur Verteidigung des Raums Thun-Münsingen.
Eckdaten zur Festung
- Objektnummer: A1880
- Standort: Niederhorn-Massiv (Gemeindegrenze Sigriswil-Beatenberg), Kanton Bern
- Bauzeit: Beginn ab 1941
- Dienstzeit: Bis 1998 in Betrieb
- Strategische Bedeutung: Teil der Reduitbrigade 21; konzipiert zum Schutz des Thunersee-Raums.
Aufbau und Besonderheiten
Das Werk Waldbrand bildet zusammen mit den benachbarten Anlagen Legi und Schmockenfluh einen grossen Festungskomplex. Eine Besonderheit der Anlage war die unterirdische Verbindung mittels einer Stollentreppe zur Festung Legi, welche zusätzlich über eine Verwundetentransport-Seilbahn verfügte.
Heutige Nutzung: Festungsmuseum
Seit der Entmilitarisierung im Jahr 1998 wird die Anlage als Museum betrieben. Die Festungsmuseum Waldbrand GmbH (gegründet 2007) ermöglicht heute Besuchern einen Einblick in die Schweizer Zeitgeschichte. Neben der weitgehend originalen Festungsinfrastruktur beheimatet das Werk heute auch:
- Eine umfangreiche Waffensammlung.
- Diverse militärische Fahrzeuge (unter anderem Schützenpanzer), die in den ehemaligen Munitionsmagazinen untergebracht sind.
Zusammenfassung des militärhistorischen Wertes
Die Anlage ist ein Paradebeispiel für die Schweizer Festungsbauweise des 20. Jahrhunderts. Sowohl die bauliche Entwicklung als auch die Einsatzgeschichte wurden durch den Verein Schweizer Armeemuseum sowie in verschiedenen Fachpublikationen detailliert dokumentiert, um das Wissen über das „Bollwerk am Thunersee“ für kommende Generationen zu bewahren.
Empfohlene weiterführende Links
- Festung Waldbrand - Offizielle Museumswebsite
- A1880 Art Wk Waldbrand - Festung Oberland
- Festung Waldbrand beim Technikmuseum.ch
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