Aspisviper Reptil

Aspisviper (Vipera aspis) – Einheimische Giftschlange der Schweiz

Allgemeine Merkmale

Die Aspisviper ist eine der beiden giftigen Schlangenarten der Schweiz. Sie ist mittelgroß (50–75 cm), besitzt eine charakteristisch aufgeworfene Schnauzenspitze und senkrecht geschlitzte Pupillen. Ihr Körper ist mit gekielten Schuppen bedeckt. Die Färbung ist sehr variabel – von graubraun bis rötlich mit dunkler Zickzack-Binde oder Fleckenmuster. Im Vergleich zur Kreuzotter weist sie drei Schuppenreihen zwischen Auge und Mundspalte auf (Kreuzotter: zwei).

Verbreitung und Lebensraum in der Schweiz

Die Art kommt im gesamten Alpenraum vor. In der Schweiz sind vor allem die italienische Unterart (V. a. aspis) und die französische Unterart verbreitet. Typische Habitate sind sonnige, offene Standorte wie:

  • Trockenmauern und Geröllhalden
  • sonnige Waldränder und Böschungen
  • Bergregionen bis über 2 000 m ü. M.

Im Flachland ist die Aspisviper inzwischen selten geworden; die Bestände in den Bergregionen gehen zurück.

Biologie und Verhalten

  • Aktivitätszeit: Erwachen meist im März aus der Winterruhe; Paarungszeit April/Mai, gelegentlich eine zweite, reduzierte Paarungszeit im Herbst.
  • Nahrung: Kleine Nager und Eidechsen.
  • Verhalten: Scheu und zurückhaltend; bei Bedrohung kann sie in Angriffsstellung gehen. Bisse sind selten, aber potentiell gefährlich.

Bedeutung und Schutz

Die Aspisviper gilt in manchen Regionen als gefährdet. Projekte wie die von Kraftwerken Oberhasli (KWO) oder Trockenmauer-Sanierungen (z. B. Salamandra) schaffen Lebensräume durch Stein- und Asthaufen sowie unbeschattete Trockenmauern. Die Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz (karch.ch) liefert weitere Infos zu allen einheimischen Arten.

Verhaltenstipps bei Begegnungen

  • Abstand halten und nicht berühren.
  • Bei Biss: Ruhe bewahren, Extremität ruhigstellen und umgehend medizinische Hilfe aufsuchen.

Beste 5 Links (Auswahl)

  1. https://www.salamandra.ch/aktuell/single-view/news/eine-erfreuliche-aber-nicht-ganz-harmlose-begegnung-2
    Bericht über eine reale Begegnung mit einer Aspisviper in der Schweiz und Verweis auf karch.ch.

  2. https://www.karch.ch
    Offizielle Seite der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz – umfassende Artenporträts.

  3. https://www.grimselstrom.ch/anlagen/die-aspisviper
    Schutzmaßnahmen der Kraftwerke Oberhasli (KWO) für die Aspisviper im Berner Oberland.

  4. https://www.bergfoto.ch/Pages/TopicOver.aspx?Id=2&TopicId=3635
    Umfangreiche Fotogalerie und Beschreibungen zur Aspisviper.

  5. https://www.herpetofauna-bw.de/aspisviper/
    Detaillierte biologische Informationen inklusive Lebensraum, Paarungsverhalten und Nahrung.

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Die beiden Giftschlangenarten der Schweiz, die Aspisviper Vipera aspis und die Kreuzotter Vipera berus, lassen sich nur aufgrund weniger, schlecht sichtbarer Merkmale sicher von ungiftigen Arten unterscheiden (siehe Merkblatt „Schlangen - was tun?“). Beide Arten bleiben aber klein und werden im Gegensatz zu vielen harmlosen Nattern selten mehr als 70 cm lang. Die Männchen werden allgemein etwas länger und bleiben schlanker als die Weibchen.
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