Atterrissage forcé – Eine Schweizer Dokumentation über ein dunkles Kapitel der Geschichte
Der Dokumentarfilm Atterrissage forcé (2015) von Daniel Wyss ist ein bedeutendes Zeitzeugnis, das ein wenig bekanntes Kapitel der Schweizer Geschichte während des Zweiten Weltkriegs beleuchtet.
Hintergrund und Inhalt
Im Jahr 2014 verlieh das Pentagon 143 amerikanischen Veteranen des Zweiten Weltkriegs die Medaille für Kriegsgefangene. Diese Männer waren während des Krieges in der Schweiz interniert worden – allerdings nicht in regulären Lagern, sondern in dem berüchtigten Strafgefangenenlager Wauwilermoos im Kanton Luzern.
Der Film dokumentiert die Geschichte dieser US-amerikanischen Flieger, deren Flugzeuge in der Schweiz notlanden mussten. Statt der erwarteten Gastfreundschaft oder einer neutralen Internierung erwarteten viele von ihnen menschenunwürdige Zustände in einem schweizerischen Straflager. Diese Dokumentation deckt eine dunkle und lange verschwiegene Seite der Schweizer Neutralitätspolitik auf und gibt den Betroffenen durch Archivmaterial und Interviews eine Stimme.
Produktion und Daten
- Regie: Daniel Wyss
- Produktion: Climage (CH), RTS Radio Télévision Suisse
- Erscheinungsjahr: 2015
- Länge: 55 Minuten
Kontext des Begriffs in der Schweiz
Der Ausdruck "Atterrissage forcé" (Notlandung) wird in verschiedenen Kontexten verwendet, wobei der Film von Daniel Wyss den historisch relevantesten Bezug zur Schweiz darstellt. Weitere Erwähnungen finden sich in technischen Berichten (z.B. Instandhaltung von Pisten durch URETEK in Genf) oder metaphorisch in politischen Debatten zur direkten Demokratie.
Beste Links zum Thema
- Cinéforom – Atterrissage forcé (Offizielle Filmseite)
- Swiss Films – Atterrissage forcé (Datenbank)
- Nationalmuseum Schweiz – Historischer Kontext zur Schweizer Luftfahrt
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