Aucanquilcha Vulkan
Übersicht: Der Aucanquilcha – Chiles höchster aktiver Vulkan
Lage und geologische Bedeutung
Der Aucanquilcha (auch Ojos del Salado des Nordens genannt) ist ein 6.176 Meter hoher Stratovulkan in der Atacama-Wüste im Norden Chiles, nahe der Grenze zu Bolivien. Er gehört zur zentralen vulkanischen Zone der Anden und gilt als einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Der letzte grössere Ausbruch liegt zwar mehrere tausend Jahre zurück, doch der Vulkan zeigt bis heute anhaltende fumarolische Aktivität – es steigen ständig Schwefeldämpfe aus dem Krater und den zahlreichen Fumarolenfeldern auf.
Der Aucanquilcha ist geologisch besonders interessant, weil er über einem sehr dicken Kontinentalkrustenbereich liegt. Dies führt zu einer extrem zähflüssigen Lava, weshalb der Vulkan eher durch langsame Staukuppenbildung als durch explosive Eruptionen wächst.
Besteigung und Tourismus
Die Besteigung des Aucanquilcha gilt als technisch relativ einfach, ist aber aufgrund der extremen Höhe und der trockenen, kalten Bedingungen in der Atacama eine anspruchsvolle Hochtour. Der Aufstieg erfolgt meist von der chilenischen Seite über eine alte Schwefelmine (Sulfurera Aucanquilcha), die bis auf über 5.500 Meter reichte – früher die höchstgelegene Mine der Welt.
Vergleichbar mit den Vulkanbesteigungen in der Schweiz (z. B. Ätna- oder Stromboli-Reisen von Schweizer Veranstaltern wie arcatour.ch oder dem Kanuclub Brugg) bietet der Aucanquilcha ein ähnliches Erlebnis: Man nähert sich einem aktiven Vulkan, spürt die urtümliche Kraft der Erde und kann bei klarer Sicht bis zu den schneebedeckten Andengipfeln blicken.
Aktuelle Aktivität und Risiken
Obwohl der Vulkan derzeit nicht eruptiv aktiv ist, wird er vom chilenischen Servicio Nacional de Geología y Minería (SERNAGEOMIN) überwacht. Die starken Fumarolen und geothermische Aktivität zeigen, dass der Magmenkörper unter dem Berg noch lebt. Ähnlich wie beim chilenischen Vulkan Calbuco (2015), der nach über 40 Jahren Inaktivität plötzlich ausbrach, kann auch beim Aucanquilcha nie ausgeschlossen werden, dass er plötzlich wieder stärker aktiv wird.
Bezug zur Schweiz
Viele Schweizer Reiseveranstalter und Bergsteigergruppen organisieren Expeditionen in die Anden. Der Aucanquilcha wird oft in Kombination mit dem Licancábur, Llullaillaco oder dem Ojos del Salado bestiegen. Schweizer Bergführer schätzen besonders die Kombination aus technisch machbarer Hochtour und der einzigartigen vulkanischen Landschaft – ein Kontrast zu den heimischen Alpen.
Die 3 besten Links zum Thema
Vulkane in Chile – Offizielle Überwachung
Offizielle chilenische Seite des geologischen Dienstes mit aktuellen Vulkanmeldungen (inkl. Aucanquilcha).
Ferienpiraten: Vulkane in Europa und Südamerika erklimmen
Schweizer Reisejournal mit praktischen Tipps zu Vulkanbesteigungen – sehr guter Bezug zur Schweiz.
RAOnline EDU: Vulkane und Ausbrüche in Chile
Detaillierte deutschsprachige Informationen zu chilenischen Vulkanen und deren Gefahren.
Fazit: Der Aucanquilcha ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie hoch aktive Vulkane wachsen können. Für abenteuerlustige Schweizer Bergsteiger und Vulkanliebhaber zählt er zu den faszinierendsten Zielen in den Anden.
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