Porträt des Bärenklauwicklers (Pammene aurana)

Der Bärenklauwickler ist ein faszinierender, jedoch aufgrund seiner geringen Größe und versteckten Lebensweise oft übersehener Kleinschmetterling aus der Familie der Wickler (Tortricidae).

Biologie und Merkmale

  • Aussehen: Der Falter ist mit einer Körperlänge von etwa 5 mm und einer Flügelspannweite von 9 bis 13 mm sehr klein. Typisch für die Vorderflügel sind zwei markante orangene Flecken, wobei jedoch farbliche Abweichungen vorkommen können.
  • Lebensweise: Die Art ist hochspezialisiert. Die Raupen entwickeln sich exklusiv in den Samenständen des Wiesen-Bärenklaus (Heracleum sphondylium), von deren Samen sie sich ernähren.
  • Flugzeit: Die Imagines (erwachsene Falter) sind in den Monaten Juni und Juli aktiv.
  • Lebensraum: Man findet den Wickler vorwiegend in Heckenbiotopen, an Waldrändern sowie auf Wiesen, wo seine Wirtspflanze vorkommt.

Status und Verbreitung

Der Bärenklauwickler gilt in vielen Regionen Mitteleuropas als selten oder zumindest unauffällig. In Deutschland beispielsweise gibt es nur wenige Fundmeldungen, was ihn zu einer Besonderheit für Entomologen macht. Auch in der Schweiz ist die Art aufgrund ihrer engen Bindung an den Wiesen-Bärenklau in geeigneten Lebensräumen zu erwarten, wobei eine gezielte Suche aufgrund der Winzigkeit des Falters fundierte Kenntnisse der Raupen-Wirtspflanze und Geduld erfordert.

Beobachtungstipps

Da der Falter sehr klein ist, empfiehlt es sich, während der Blütezeit des Wiesen-Bärenklaus gezielt die Dolden auf Besucher zu untersuchen. Zudem reagieren die Falter auf künstliche Lichtquellen, weshalb sie gelegentlich bei Nachtfalter-Monitorings an Naturschutzwiesen nachgewiesen werden können.


  1. Bärenklauwickler (Pammene aurana) - Schmetterlinge im Luchsbachtal
  2. Artporträt: Bärenklauwickler (Pammene aurana) - Digital Nature
  3. Nachtfalterleuchten auf der Naturschutzwiese (BUND Bochum)

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