Barbe Fisch

Barbe (Barbus barbus) – Der bärtige Flussbewohner der Schweiz

Steckbrief

Die Barbe, auch Flussbarbe genannt (Barbus barbus), ist ein kräftiger, bodennah lebender Karpfenfisch. Ihr Name leitet sich vom lateinischen barba (Bart) ab und bezieht sich auf die vier auffälligen Barteln am Maul, mit denen sie am Gewässergrund nach Nahrung sucht.

Aussehen:

  • Länge: meist 40–70 cm (kann über 1 Meter erreichen)
  • Gewicht: häufig 1–4 kg, Rekorde bis über 10 kg
  • Kennzeichen: olivgrüner bis bronzefarbener Rücken, hellere Flanken, vier Barteln, starke Flossen

Lebensweise und Vorkommen in der Schweiz

Barben bevorzugen strömungsreiche, sauerstoffreiche Flüsse mit kiesigem oder steinigem Untergrund. In der Schweiz findet man sie vor allem in folgenden Gewässern:

  • Aare (besonders Ober- und Mittellauf)
  • Rhein
  • Reuss
  • Limmat
  • Greifensee-Zuflüsse

Sie gehört zu den Mittelstreckenwanderern und unternimmt im Frühjahr bei steigenden Wassertemperaturen weite Laichwanderungen. Die Laichzeit dauert von Mai bis Juli. Während dieser Zeit ist das Fangen in der Schweiz verboten.

Ernährung

Die Barbe ist ein typischer Allesfresser. Sie ernährt sich von:

  • Insektenlarven
  • Würmern
  • Schnecken
  • Muscheln
  • Kleinkrebsen
  • gelegentlich auch Aas

Kulinarische Bedeutung in der Schweiz

In der Schweiz gilt die Barbe leider als kulinarisch wenig beliebt, obwohl sie bei richtiger Zubereitung eine echte Delikatesse sein kann.

Wichtige Hinweise zur Zubereitung:

  • Die Barbe hat sogenannte Y-Gräten (Y-förmige Gräten), die nicht mit dem übrigen Skelett verbunden sind. Diese müssen sorgfältig entfernt oder beachtet werden.
  • Der Laich ist auch nach dem Kochen giftig und kann schwere Vergiftungen verursachen. Deshalb darf während der Laichzeit (Mai–Juli) kein Laich gegessen werden.
  • Eine empfohlene Zubereitung ist Barbe aus dem Ofen: Der Fisch wird gewürzt, auf einem Bett aus Kartoffelwürfeln und Frühlingszwiebeln bei 180 °C Umluft 30–45 Minuten gebacken und mit weissem Reis serviert.

Im Rahmen von Veranstaltungen wie dem «Greifensee-Fisch auf dem Tisch» (2019) wird die Barbe zusammen mit Felchen, Egli, Wels und Schleie als lokaler Speisefisch präsentiert und verarbeitet.

Angeln auf Barbe

Die Barbe ist aufgrund ihres starken Drills und ihrer Kampfkraft bei Sportanglern sehr beliebt. Sie wird grundnah mit Maden, Würmern oder Boilies beangelt. In der Schweiz gelten je nach Kanton unterschiedliche Mindestmasse und Schonzeiten (meist Schonzeit während der Laichperiode Mai–Juli).


Beste 3 Links zum Thema:

  1. Barbe aus dem Ofen – Rezept & Tipps – Schweizer Rezept mit wichtigen Warnungen zu Gräten und Laich
  2. Fisch des Jahres 2022: Die Barbe – Ausführliche biologische Informationen
  3. Tipps & Rezepte rund um Greifensee-Fisch (inkl. Barbe) – Lokaler Bezug zur Schweiz und Verarbeitung

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Barbe
Langgestreckter, schlanker Körper. Typisch ist das stark unterständige Maul mit der rüsselartigen Schnauze und den vier dicken Barteln an der Oberlippe; Schlundzähne dreireihig. Schuppen mittelgross, 55 - 65 längs der Seitenlinie. Bauchlinie fast gerade (bodengebundene Lebensweise). Der erste Strahl (Gliederstrahl) der Rückenflosse ist besonders stark entwickelt. Färbung je nach Lebensraum stark unterschiedlich; Rücken meist braun bis graugrün, Flanke heller, mit kupfernem oder goldenem Glanz. Bauchseite weisslich. Flossen graugrünlich. Brust-, Bauch- und Afterflosse und Unterteil der Schwanzflosse mit rötlichem Ton. Mittellänge 30 - 50 cm, maximal 89 cm lang.
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Quelle: vol.be.ch