Der Bartgeier: Rückkehr eines alpinen Giganten

Der Bartgeier (Gypaetus barbatus) ist einer der eindrücklichsten Greifvögel Europas. Einst ausgerottet, gilt er heute als Paradebeispiel für erfolgreichen Artenschutz in den Alpen, insbesondere in der Schweiz.

Biologie und Lebensweise

  • Ernährung: Entgegen alten Mythen ernähren sich Bartgeier nicht von Lämmern oder lebender Beute, sondern sind spezialisierte Knochenfresser.
  • Fortpflanzung: Die Art weist eine sehr langsame Fortpflanzungsrate auf, was den Schutz jedes einzelnen Individuums besonders wichtig macht.
  • Lebensraum: Der Bartgeier ist ein typischer Bewohner der alpinen Gebirgsregionen, wo er – oft auf Distanz und mit dem Fernglas beobachtet – seine Kreise zieht.

Schutz und Wiederansiedlung in der Schweiz

  • Erfolgsgeschichte: Seit über 30 Jahren findet in den Schweizer Alpen eine systematische Wiederansiedlung statt, die von der Stiftung Pro Bartgeier geleitet wird.
  • Monitoring: Durch ein genetisches Monitoring und Projekte wie „Bartgeier unterwegs“ wird die Ausbreitung der Population engmaschig überwacht.
  • Gefahren: Trotz der positiven Entwicklung gibt es Risiken. Infrastrukturanlagen wie freihängende Stromkabel in den Alpen stellen eine Gefahr dar, da sie zu tödlichen Unfällen führen können.

Engagement für den Artenschutz

Das Interesse in der Schweiz am Bartgeier ist groß. Neben Fachpublikationen (wie Fauna Focus 96) und wissenschaftlichen Monografien gibt es diverse Lehrmittel für Schulen, die das Verständnis für das Zusammenleben von Mensch und Wildtier fördern. Die internationale Kooperation – etwa bei der Rettung verflogener Jungvögel aus anderen Ländern – zeigt zudem, dass der Artenschutz über nationale Grenzen hinweg funktioniert.


  1. Stiftung Pro Bartgeier – Aktuelle Informationen und Projektstand
  2. Wildtier Schweiz – Informationen zu einheimischen Wildtieren
  3. Haupt Verlag – Fachliteratur zum Bartgeier

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Mit einer beeindruckenden Spannweite bis zu drei Metern und fünf bis sieben Kilo Gewicht ist der Bartgeier die grösste Brutvogelart der Alpen und übertrifft sogar den Steinadler. Der grösste einheimische Vogel frisst nur Aas und Knochen. Bartgeier brüten im Winter: Durch Fallwild so ist genügend Nahrung für die Jungvögel garantiert, wenn diese ab Ende Februar schlüpfen.
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Quellen: Naturpark Goldau, Wikipedia