Bartgrundel Schmerle Fisch

Bartgrundel (Schmerle) – Übersicht

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Barbatula barbatula (früher Noemacheilus barbatulus)
Deutsche Namen: Bartgrundel, Schmerle, Bachschmerle, Grundel, Steingrundel
Familie: Schmerlen (Nemacheilidae)

Aussehen

Die Bartgrundel ist ein kleiner, zylinderförmiger Bodenfisch. Sie wird in der Regel 8–12 cm, maximal bis 15 cm lang. Charakteristisch sind:

  • Gelblich bis olivgrauer Grund mit brauner Marmorierung
  • Unterständiger Mund mit sechs markanten Barteln am Oberkiefer
  • Fehlende Schuppen oder sehr kleine Schuppen
  • Kräftige Brustflossen und ein leicht abgeflachter Kopf

Lebensraum und Verbreitung in der Schweiz

In der Schweiz ist die Schmerle in fast allen grösseren Flusssystemen anzutreffen, insbesondere im Bodensee, in der Aare, im Rhein, in der Thur, im Tessin sowie in vielen Zuflüssen. Sie bevorzugt:

  • Fliessgewässer mit sandigem oder kiesigem Untergrund
  • Mäßig bis leicht verschmutzte Gewässer
  • Bereiche mit langsamer bis mittlerer Strömung

Sie ist relativ tolerant gegenüber Gewässerverbauungen und organischer Belastung. Bei starken Verschmutzungen verschwindet sie jedoch rasch, kehrt aber nach Verbesserung der Wasserqualität oft als eine der ersten Arten zurück.

Lebensweise

  • Bodenbewohner, der sich tagsüber meist versteckt hält
  • Dämmerungs- und nachtaktiv
  • Ernährt sich hauptsächlich von kleinen Wirbellosen (Insektenlarven, Würmer, Kleinkrebse)
  • Besitzt eine primitive Darmatmung, die ihr hilft, Sauerstoffmangelphasen zu überstehen

Status und Schutz (Schweiz)

Die Bartgrundel gilt in der Schweiz als nicht gefährdet. Sie ist in den meisten Kantonen relativ häufig und wird in Fischatlanten (z. B. Kanton Luzern 2010) als heimische Art geführt. Lokale Bestände können jedoch durch starke Verbauung, Feinsedimenteintrag oder chemische Belastungen leiden.

Weitere interessante Fakten

  • Der Name „Schmerle“ leitet sich vom mittelhochdeutschen „schmerl“ (fettig/glitschig) ab.
  • Sie wird gelegentlich als Köderfisch verwendet, weshalb sie vereinzelt auch in Bergseen ausgesetzt wurde, wo sie eigentlich nicht heimisch ist.
  • In Deutschland und weiten Teilen Europas (ausser Iberische Halbinsel, Balkan und Nordskandinavien) ist sie weit verbreitet.

  1. Naturinfo – Schmerle
    Sehr gute, fundierte Übersicht mit Schweiz-Bezug (Naturinfo.ch)

  2. Bartgrundel/Schmerle – Kanton Bern
    Detaillierte biologische Beschreibung mit Fokus auf Bern und die Schweiz

  3. Fischatlas Kanton Luzern
    Offizieller Kantonsatlas mit Verbreitungsdaten der Bartgrundel in der Zentralschweiz

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Bartgrundel Schmerle
Gestreckter, walzenförmiger Körper; nur Schwanzstiel seitlich etwas abgeflacht. Maul leicht unterständig mit sechs Barteln am Oberkiefer; unter jedem Auge in Hautfalte ein kleiner, aufrichtbarer Dorn. Schwanzflossenrand gerade oder nur leicht eingebuchtet. Seitenlinie hell, Rücken und Flanken grau braun marmoriert, Bauch schmutzig weiss. Rücken- und Schwanzflosse mit dunklen Punktereihen. Mittellänge 8–12 cm, maximal 16 cm lang.
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Quelle: vol.be.ch