Bartoks Quinten: Eine filmische und musikalische Analyse im Schweizer Kontext

Der Begriff „Bartoks Quinten“ führt im schweizerischen Kontext in zwei unterschiedliche Richtungen: Einerseits gibt es einen spezifischen Filmbezug, andererseits fundierte musiktheoretische Abhandlungen über Quintenstimmungen, die oft mit Schweizer Experten und Instrumentenbauern in Verbindung stehen.

1. Der Film „Bartoks Quinten“

In der Schweizer Filmwelt ist der Titel Bartoks Quinten als Werk gelistet, an dem massgebliche Schweizer Filmschaffende mitgewirkt haben.

  • Produktion und Beteiligte: Laut Verzeichnissen des SSFV (Schweizer Syndikat Film und Video) wurde das Projekt durch Schweizer Fachkräfte betreut. Es reiht sich in eine Serie von anspruchsvollen Produktionen ein, an denen Editoren wie Kathrin Plüss mitwirkten, die für diverse Schweizer Filmproduktionen (u.a. bei der Lang Film AG) tätig war.
  • Hintergrund: Der Titel bezieht sich auf das Werk des ungarischen Komponisten Béla Bartók, dessen Kompositionen oft durch neuartige harmonische Strukturen und Quinten-Schichtungen geprägt sind, was die Verbindung zur Musiktheorie und Stimmungslehre schlägt.

2. Musiktheoretische Aspekte der Quinten in der Schweiz

Die Diskussion um „Quinten“ in der Schweiz findet häufig im Kontext der historischen Stimmungslehre und des Instrumentenbaus statt:

  • Stimmungssysteme: Experten wie Hans-Peter Blaser oder Hansruedi Straub befassen sich intensiv mit der Problematik, dass zwölf reine Quinten mathematisch nicht exakt sieben Oktaven entsprechen (pythagoreisches Komma). Dies ist ein zentrales Thema in der Schweizer Musikpädagogik und beim Stimmen von Tasteninstrumenten.
  • Instrumentenbau: In der Schweiz werden spezialisierte Instrumente wie das „Quinten-Monochord“ (z. B. das Monolini) vertrieben. Diese Instrumente dienen der therapeutischen Klangarbeit und nutzen spezifische Quinten-Stimmungen, um harmonische Resonanzen zu erzeugen.

3. Regionale Relevanz: Quinten am Walensee

Das Dorf Quinten am Walensee ist ein geografischer Fixpunkt, der durch die Stiftung „Quinten lebt“ (unter dem Präsidium von Joel Schmid) kulturell und wirtschaftlich gefördert wird. Auch wenn der Ort nicht direkt mit Bartóks Kompositionen korreliert, dient er als Standort für kulturelle Veranstaltungen, musikalische Highlights und Adventskonzerte, die den Namen des Dorfes regelmässig in den kulturellen Diskurs der Schweiz bringen.


  1. SSFV – Datenbank (Eintrag Kathrin Plüss) – Offizielles Verzeichnis von Schweizer Filmschaffenden, inkl. Nennung von Produktionen wie "Bartoks Quinten".
  2. Stiftung „Quinten lebt“ – Offizielle Plattform zur Förderung des Schweizer Dorfes Quinten und dessen kultureller Identität.
  3. Hansruedi Straub – Reine und unreine Stimmung – Fundierte musikwissenschaftliche Erklärung zum Problem der 12 Quinten und deren Bedeutung in der Stimmungspraxis.

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Schweizer Filme
Bartoks Quinten
Bartoks Quinten
Switzerland, April 2011
Ein Porträt des Kammerorchesters Basel, das in wenigen Jahren zu einem der gefragtesten Orchester Europas wurde. Herzstück des Films ist Béla Bartoks «Divertimento», das 1939 in der Schweiz entstand und zum Spannendsten zählt, was für Streichorchester geschrieben wurde.
von Christine Burlet
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Quelle: swissfilms.ch