Baummarder Wildtier

Baummarder (Martes martes) – Kurzportrait
Wildtier Schweiz – Flinker Waldbewohner und geschützter Waldmarder

Aussehen und Körperform

Der Baummarder (auch Edelmarder genannt) ist ein schlanker, katzengroßer Marder mit seidigem, dunkelbraunem bis goldbraunem Fell und auffallend gelbem bis orangefarbenem Kehlfleck. Im Gegensatz zum Steinmarder ist sein Fell weicher und seidiger; zudem ist die Schnauze spitzer und die Ohren größer.

Verbreitung und Lebensraum (Schweiz)

In der Schweiz ist der Baummarder vor allem in geschlossenen Laub- und Mischwäldern der Voralpen und des Juras verbreitet. Er meidet stark besiedelte Gebiete. Geschützt ist er in den Kantonen Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Basel-Landschaft, Genf, Schaffhausen, Tessin, Thurgau und Zürich; in den übrigen Kantonen (z. B. Solothurn) ist er jagdbar (meist September bis Mitte Februar). Bundesweit gilt er als jagdbares Wild, unterliegt jedoch strengen Abschussregelungen.

Ernährung

Hauptsächlich nachtaktiv und opportunistisch: Kleinsäuger (Mäuse, Eichhörnchen), Vögel und deren Eier, Insekten, Beeren und Pilze. Im Winter nutzt er auch Aas.

Sozialstruktur und Fortpflanzung

Einzelgänger; nur während der Paarungszeit (Ranz, Juli–August) treffen Männchen und Weibchen zusammen. Tragzeit mit verlängerter Keimruhe: Jungtiere werden im März/April geboren (2–5 Junge). Geschlechtsreife mit ca. 2 Jahren.

Fortbewegung und Spuren

Ausgezeichneter Kletterer – bewegt sich geschickt in Baumkronen. Spuren: paarige Fünferabdrücke mit sichtbaren Krallen; Kot (Losung) oft an markanten Stellen (Baumstümpfen, Wegen).

Populationsbiologie und Schutz

Durch intensive Pelzbejagung im 19./20. Jh. stark dezimiert; heute stabil oder leicht zunehmend, aber empfindlich gegenüber Lebensraumverlust und Verkehrsopfern. In der Schweiz Artenschutz- und Jagdgesetzgebung beachten; Verwechslungsgefahr mit Steinmarder kann zu Fehlabschüssen führen.

Sinnesleistung und Kommunikation

Ausgezeichnetes Gehör und Geruchssinn; Markierung mit Analdrüsen und Losungen zur Revierabgrenzung.


Beste 5 Links

  1. https://shop.wildtier.ch/de/products?product=151 – Offizielles Kurzportrait (Wildtier Schweiz)
  2. https://apps.wildtier.ch/mammals/?animal=18 – Interaktive Artsteckbrief-Seite (Wildtier Schweiz)
  3. https://so.ch/verwaltung/volkswirtschaftsdepartement/amt-fuer-wald-jagd-und-fischerei/wildtiere/raubtiere/baummarder – Kantonaler Schutzstatus Solothurn
  4. https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/tiere-im-wald/saeugetiere/der-baummarder-im-kanton-luzern – Übersicht Jagdstatus und Verbreitung
  5. https://www.tierwelt.ch/dossier/wildtiere-zoo/der-baummarder-flinker-waldbewohner-482027 – Allgemeinverständliche Porträtseite mit Verwechslungshinweisen

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Baummarder
Der Baummarder ist ein typischer Waldbewohner, der sich häufig in Baumkronen aufhält und dort auf Jagd geht. Er ist ein hervorragender Kletterer und kann akrobatisch von einem Ast auf den nächsten springen. Sein langer buschiger Schwanz hilft ihm dabei, das Gleichgewicht zu halten. In luftiger Höhe sucht der Baummarder Höhlen oder verlassene Nester von Eichhörnchen, um sich dort zu verstecken und seine Jungen aufzuziehen. Bei drohender Gefahr trägt die Mutter ein Junges nach dem anderem zu nächsten Versteckt. Während dem Tragen, bei welchem die Mutter das Junge durch einen Nackenbiss festhält, verfällt das Jungtier in die sogenannte «Tragstarre».
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Sourcen: Naturpark Goldau, Wikipedia