Rasseportrait: Die Bazadaise-Rinder
Die Bazadaise ist eine historisch bedeutende und robuste Fleischrinderrasse, die ursprünglich aus dem Südwesten Frankreichs stammt. Aufgrund ihrer hervorragenden Fleischqualität und guten Muttereigenschaften wird sie heute auch in der Schweiz in der Mutterkuhhaltung geschätzt.
Herkunft und Geschichte
Die Rasse stammt aus der Region um die Stadt Bazas in Aquitanien. Ein kulturelles Highlight ist die seit 1283 jährlich stattfindende „Fete des Boeufs Gras“ (Fest der fetten Ochsen), bei der die Rinder traditionell geehrt werden. Die Rasse gilt als so hochwertig, dass sie in ihrer Heimat als „Le Roi Boeuf“ (der König der Rinder) bezeichnet wird.
Merkmale der Rasse
Die Bazadaise zeichnet sich durch eine Kombination aus Robustheit und feinem Körperbau aus:
- Erscheinungsbild: Das Fell ist hell- bis dunkelgrau, oft mit schiefergrauen Tönen und kohlschwarzen Schattierungen. Typisch sind hellere Bereiche um Augen und Maul sowie halbmondförmig nach unten gebogene Hörner.
- Körperbau: Sie besitzen einen feinen Knochenbau bei gleichzeitig sehr guter Bemuskelung.
- Größe und Gewicht:
- Stiere: Widerristhöhe 142–148 cm; Gewicht 1100–1300 kg.
- Kühe: Widerristhöhe 138–142 cm; Gewicht 700–800 kg.
Haltung und Fleischqualität
In der Schweiz wird die Bazadaise im Rahmen der Mutterkuhhaltung gezüchtet, wobei ein Fokus auf höchstem Tierwohl liegt. Das Fleisch ist für seine Zartheit und feine Marmorierung bekannt. Da die Rasse gegenüber schnell wachsenden Fleischrassen an Bedeutung verloren hatte, gibt es Bestrebungen durch Initiativen (wie z. B. spezielle Weineditionen), die Züchter bei der Erhaltung dieser traditionsreichen Rasse zu unterstützen.
- Mutterkuh Schweiz – Rasseportrait Bazadaise
- Mutterkuh Schweiz – Bazadaise in der Mutterkuhhaltung
- Vaccamadre Svizzera – Dettagli razza Bazadaise
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