Being Okey: Wenn Liebe zum Verbrechen wird – Eine filmische Auseinandersetzung mit Asyl und Identität

Der Dokumentarfilm «Being Okey» (2017) ist ein eindrückliches filmisches Zeugnis über die prekäre Situation eines homosexuellen Asylsuchenden in der Schweiz. Der Kurzfilm beleuchtet die Zerrissenheit eines Mannes, der nach einem traumatischen Überfall in Nigeria vor einer unsicheren Zukunft in der Schweiz steht.

Hintergrund und Handlung

Die Geschichte nimmt ihren Ausgangspunkt in Nigeria, wo Okey und sein Freund aufgrund ihrer Homosexualität Opfer eines brutalen Überfalls durch einen wütenden Mob wurden. Dem Tod nur knapp entkommen, flüchtete Okey in die Schweiz. Doch anstatt in Sicherheit aufzuwachen, sieht er sich hier mit einem zermürbenden Asylprozess konfrontiert. Trotz der nachgewiesenen Gefahr in seiner Heimat verweigerte ihm die Schweiz das Asyl. Der Film dokumentiert seine ständige Angst vor der Abschiebung und den existenziellen Kampf zwischen dem Wunsch nach Freiheit und der staatlichen Ablehnung seiner Existenzberechtigung.

Produktion und Rezeption

  • Regie und Produktion: Der 30-minütige Dokumentarfilm wurde von den Berner Regisseurinnen Nadia Lanfranchi, Nina Oppliger und Corinne Pfister realisiert.
  • Musik: Die Filmmusik stammt von Bänz Isler.
  • Festival-Erfolge: «Being Okey» feierte seine Premiere am renommierten Schweizer Filmfestival «Queersicht» in Bern. Zudem wurde er unter anderem am Filmfestival Locarno (ausser Konkurrenz) gezeigt und für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis nominiert.
  • Gesellschaftliche Bedeutung: Der Film fungiert als wichtiger Beitrag zur Debatte über die Behandlung homosexueller Geflüchteter in der Schweiz und stellt die Frage, inwieweit Paragrafen, Aberglaube und staatliche Bürokratie über das Leben eines Menschen entscheiden dürfen.
  1. Nina Oppliger – Being Okey: Projektseite
  2. QueerUp Radio – Filmkritik & Hintergrundbericht
  3. Kino Nische – Filminformationen

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Being Okey
Being Okey
Switzerland, November 2017
Okey ist Nigerianer, schwul und seit elf Jahren auf der Flucht. Denn Homosexualität ist in seiner Heimat ein Verbrechen. Und auch die Schweiz gewährt ihm kein Asyl. Die Kamera begleitet Okey durch seinen Alltag in der Schweiz und weist auf die Situation homosexueller Flüchtlinge hin, die durch ihre Sexualität tief in ihrem Sein gefährdet sind.
von Nina Oppliger, Corinne Pfister, Nadia Lanfranchi
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Quelle: swissfilms.ch