Die Bekassine: Ein bedrohter Wiesenbrüter im Fokus

Die Bekassine (Gallinago gallinago), auch bekannt unter dem Namen „Himmelsziege“, ist ein faszinierender Vertreter der Schnepfenvögel. Sie ist bekannt für ihre besondere Lebensweise in Feuchtgebieten und ihr charakteristisches Balzverhalten.

Merkmale und Verhalten

  • Balzflug: Das Männchen erzeugt während des Sturzflugs durch Schwingung seiner äußeren Schwanzfedern ein lautstarkes, wummerndes Geräusch. Dieses erinnert an das Meckern einer Ziege, was ihr den Namen „Himmelsziege“ eingebracht hat.
  • Ernährung: Mit ihrem langen, sensiblen Schnabel stochert sie tief im weichen Boden, um Kleintiere aufzuspüren.
  • Lebensraum: Sie ist auf offenes, feuchtes Grünland und Moorlandschaften angewiesen.

Status in der Schweiz

Die Situation der Bekassine in der Schweiz ist kritisch:

  • Brutvogelstatus: Als Brutvogel ist die Bekassine in der Schweiz mittlerweile praktisch ausgestorben. Einstige Brutgebiete, wie etwa das Neeracherried, beherbergen die Art in der Brutzeit kaum noch.
  • Durchzügler und Wintergast: Die Schweiz dient heute primär als Durchzugsgebiet oder Überwinterungsort. Bekannte Beobachtungsorte sind unter anderem der Klingnauer Stausee (wo alljährlich 20–40 Exemplare überwintern) sowie Gebiete bei Nidau, Pieterlen oder Hagneck.

Gefährdung und Schutz

Der dramatische Bestandsrückgang ist primär auf den Verlust von Lebensraum zurückzuführen:

  • Landwirtschaft: Die Intensivierung der Landwirtschaft, Entwässerung von Mooren und der Umbruch von Grünland entziehen der Art die Existenzgrundlage.
  • Schutzmaßnahmen: Erfolgreiche Schutzprojekte (wie etwa in Österreich oder Schleswig-Holstein) basieren auf dem Wiederanheben von Wasserständen, der Entbuschung von Moorflächen und der Erhaltung von offenen, feuchten Lebensräumen.
  • Tipps für den Naturschutz: Der Verzicht auf torfhaltige Blumenerde kann indirekt zum Schutz von Mooren und damit zum Erhalt des Bekassinen-Lebensraums beitragen.
  1. Vogelwarte.ch – Artenporträt Bekassine
  2. Naturzentrum Klingnauer Stausee – Beobachtungen & Vorkommen
  3. Christas Vogelwelt – Beobachtungsberichte aus der Schweiz

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Die Bekassine ist die häufigste Schnepfe Europas. Aufgescheucht fliegt sie ätschend oft dicht vor dem Beobachter auf und verschwindet in rasantem Zickzackflug in der Ferne. Als Brutplatz benötigt sie grosse, mit Gräben und Tümpeln durchsetzte Feuchtgebiete. Hier ist ihr typisches Meckern zu hören. Es wird im wellenförmigen Balzflug erzeugt, wenn die äusseren Steuerfedern zu vibrieren beginnen. Dieses eigentümliche Geräusch hat der Bekassine den Namen Himmelsziege eingebracht.
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