Die benigne Prostatahyperplasie (BPH): Eine Übersicht
Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) bezeichnet eine gutartige Vergrösserung der Prostata. Sie zählt zu den häufigsten Erkrankungen bei Männern ab einem Alter von 50 Jahren. Da sie den Auslasswiderstand der Blase erhöht, hat sie massgeblichen Einfluss auf das Wasserlassen (Miktion).
Epidemiologie und Ursachen
Etwa die Hälfte der Männer über 50 Jahre ist von einer BPH betroffen. Obwohl die genauen Ursachen noch nicht abschliessend geklärt sind, gilt die Erkrankung als typisches Leiden des älter werdenden Mannes. Wichtig: Eine BPH ist nicht mit Prostatakrebs gleichzusetzen, kann jedoch zu ähnlichen Symptomen führen.
Leitsymptome
Die Beschwerden der BPH betreffen vorwiegend den unteren Harntrakt (LUTS):
- Obstruktive Symptome: Abgeschwächter Harnstrahl, Startschwierigkeiten beim Wasserlassen, Nachträufeln.
- Irritative Symptome: Häufiger Harndrang, nächtliches Wasserlassen, Brennen beim Urinieren.
- Komplikationen: Im fortgeschrittenen Stadium kann ein akuter Harnverhalt auftreten, der einen urologischen Notfall darstellt.
Diagnose
In der Schweiz empfehlen Fachzentren, wie das KontinenzZentrum, Männern ab 50 Jahren eine jährliche urologische Vorsorgeuntersuchung, auch wenn noch keine Beschwerden vorliegen. Zur Diagnose gehören:
- Digitale rektale Untersuchung: Abtasten der Prostata durch den Enddarm.
- Ultraschall: Beurteilung der Prostatagrösse.
- PSA-Wert-Bestimmung: Messung des prostataspezifischen Antigens zur Abgrenzung von bösartigen Veränderungen.
Therapieoptionen
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden:
- Abwartendes Beobachten: Bei asymptomatischen Verläufen ist oft keine aktive Behandlung erforderlich, regelmässige Kontrollen sind jedoch essenziell.
- Phytotherapie: Pflanzliche Präparate, insbesondere Kombinationen aus Sägepalme (Sabal) und Brennnesselwurzel (Urtica), werden häufig zur Linderung leichter bis mittelschwerer Beschwerden eingesetzt. Studien belegen deren Wirksamkeit bei der Reduktion von Entzündungen und Gewebewachstum.
- Operative Eingriffe: Wenn konservative Ansätze nicht ausreichen, können chirurgische Verfahren (z. B. minimalinvasive Techniken wie die Da-Vinci-OP) angewendet werden, um den Harnabfluss wieder zu gewährleisten.
- KontinenzZentrum - Gutartige Prostatavergrösserung (Schweizer Fachexpertise)
- Pharmazie Online - Phytotherapeutisches Kombipräparat bei BPH (Wissenschaftlicher Fokus auf Wirkstoffe)
- Gesundpedia - Symptome & Therapie der BPH (Umfassende Übersicht zu Ursachen und Verlauf)
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