Der Bergfink (Fringilla montifringilla): Ein faszinierender Wintergast in der Schweiz

Der Bergfink ist ein charakteristischer Finkenvogel, der besonders in den Wintermonaten durch sein beeindruckendes Sozialverhalten und seine auffällige Färbung besticht. Während er im Sommer in den nördlichen Regionen Europas und Asiens brütet, sucht er im Winter oft das mildere Klima der Schweiz auf.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Fringilla montifringilla
  • Grösse: 14 bis 16 cm
  • Gewicht: 20 bis 30 g
  • Aussehen: Er ähnelt in Grösse und Form dem Buchfinken. Im Brutkleid zeichnet sich das Männchen durch einen dunklen, fast schwarzen Kopf und eine leuchtend orangefarbene Brust aus.
  • Lebenserwartung: Bis zu 8 Jahre.
  • Status: Nicht gefährdet (LC).

Verhalten und Lebensweise

In der Schweiz ist der Bergfink ein bekannter Wintergast. Besonders faszinierend ist die Bildung riesiger Schwärme in den Wintermonaten. Diese sammeln sich oft in Wäldern, um dort gemeinsam an Schlafplätzen zu übernachten. Ein bemerkenswertes Naturschauspiel ereignete sich beispielsweise Ende 2023 bei Langenthal (BE), wo etwa eine Million Individuen an einem gemeinsamen Schlafplatz beobachtet wurden.

  • Ernährung: Während er im Sommer Insekten, Spinnen und Beeren bevorzugt, stehen im Winter vor allem Bucheckern auf seinem Speiseplan.
  • Lebensraum: Bevorzugt Laub- und Mischwälder (insbesondere Buchen- und Birkenbestände), findet sich im Winter aber auch auf Feldern und in Gärten ein.

Bedeutung in der Schweiz

Der Vogel ist nicht nur ein beliebtes Beobachtungsobjekt für Ornithologen und Naturfotografen, sondern findet auch Eingang in die Schweizer Kultur. So ist der Name „Bergfink“ beispielsweise auch als Marke für hochwertig in der Schweiz produzierte Holzschlitten bekannt geworden, die für ihre Langlebigkeit und lokale Wertschöpfung stehen.


Weiterführende Informationen

  1. Voliere Gesellschaft Zürich – Porträt des Bergfinken
  2. LUNAX – Bilddokumentation eines Bergfinken-Schlafplatzes bei Langenthal
  3. Vereinigung Vogel- und Naturschutz VVN – Fotogalerie

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Bergfink
Bergfinken ziehen ab Mitte September von ihren Brutgebieten in den Wäldern Nordeuropas und Sibiriens nach West-, Mittel- und Südeuropa. Ihr Winterquartier deckt sich mit der Verbreitung der Buche. Bucheckern sind die wichtigste Nahrungsquelle im Winter. In unregelmässigen Abständen finden bei uns Masseneinflüge statt. Aufsehen erregend sind die grossen Schlafgemeinschaften an meist windgeschützten Lagen, die mehrere Millionen Vögel beherbergen können. Die Manöver und Einflüge an den Schlafplätzen sind ein überwältigendes Naturschauspiel. Das lautstarke Gezwitscher tönt wie ein riesiger Wasserfall, auch nachts herrscht nie vollständige Ruhe.
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