Die Bergstreckerspinne (Tetragnatha montana): Ein Steckbrief

Die Bergstreckerspinne ist eine faszinierende Vertreterin aus der Familie der Dickkieferspinnen (Tetragnathidae). Sie zeichnet sich durch ihren langgestreckten Körperbau aus, der ihr eine exzellente Tarnung in ihrem Lebensraum ermöglicht.

Biologie und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Tetragnatha montana
  • Familie: Dickkieferspinnen (Tetragnathidae)
  • Körpergröße: In der Regel zwischen 6 und 9 mm.
  • Erscheinungsbild: Ihr Körper ist sehr schmal und länglich. Dank ihrer langen Beine, die sie in Ruheposition oft weit nach vorne und hinten ausstreckt, verschmilzt sie optisch perfekt mit Grashalmen oder Zweigen.
  • Jagdverhalten: Sie ist eine typische Lauerjägerin, die ihre Netze oft in der Nähe von Gewässern oder im hohen Gras anlegt, um dort auf Beute zu warten.

Lebensraum und Vorkommen

Die Bergstreckerspinne ist weit verbreitet. Ihr Lebensraum umfasst:

  • Feuchtgebiete: Häufig findet man sie in der Nähe von Flussauen und stehenden Gewässern (wie an der Donau).
  • Vegetationsreiche Gebiete: Sie bevorzugt hohes Gras und Gebüsche, in denen sie ihre Radnetze geschickt positionieren kann.
  • Schweiz und Umland: Auch im Alpenraum und den angrenzenden Regionen (wie Süddeutschland/Bayern) ist sie ein bekanntes Spinnentier. In Gebieten wie dem Landshut-Frauenberg oder vergleichbaren topografischen Lagen in der Schweiz und Süddeutschland ist sie anzutreffen.

Besonderheiten

  • Tarnung: Ihre Fähigkeit, sich bei Gefahr extrem flach an einen Halm zu „strecken“, gab ihr den Namen „Streckerspinne“.
  • Populärkultur: Die Art findet sogar in der Kinderliteratur Erwähnung, etwa in der Reihe „Die kleine Spinne Widerlich“, wo sie als freundlicher Begleiter in bergigen Abenteuern dargestellt wird.
  • Ökologische Bedeutung: Als Prädatoren tragen sie zur natürlichen Regulation von Insektenpopulationen in ihrem Umfeld bei.

Top 3 Informationsquellen

  1. Fotoreiseberichte.de - Spinnentiere in Köln und Umland – Detaillierte Auflistung der Spinnenarten, inklusive der Einordnung der Tetragnatha montana.
  2. Isegrims Fotogeschichten - Beobachtungen an der Donau – Anschaulicher Bericht über das Vorkommen der Bergstreckerspinne im natürlichen Lebensraum.
  3. Naturfoto Spreewald - Artenindex – Fachliche Kurzübersicht mit Fokus auf die taxonomische Einordnung.

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Quelle: insects.ch