Die Bergulme (Ulmus glabra): Ein Porträt des stolzen Riesen

Die Bergulme (Ulmus glabra) ist ein imposanter, sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Ulmaceae, der in Europa weit verbreitet ist. Sie gilt als anspruchsloser Grossbaum und ist ein prägendes Element unserer Wälder und Landschaften.

Steckbrief und Merkmale

  • Wuchshöhe: Erreicht Höhen von bis zu 40 Metern (gelegentlich mehr).
  • Lebensdauer: Kann ein beachtliches Alter von über 400 Jahren erreichen.
  • Habitus: Aufrecht wachsender, geradestämmiger Baum mit einer oval-rundlichen bis breit ausladenden Krone.
  • Besonderheit: Die Früchte sind geflügelte Nüsschen („Scheibenflieger“), die bereits im Frühjahr am noch unbelaubten Baum erscheinen.
  • Standort: In der Schweiz ist sie besonders in der unteren Montanstufe verbreitet und steigt bis auf 1400 m ü. M. Sie kommt sowohl in Laub- als auch in Nadelwäldern vor.

Situation in der Schweiz

Die Bergulme ist ein wichtiger Teil der Schweizer Waldflora. Dennoch ist ihr Bestand stark gefährdet:

  • Ulmensterben: Die durch den Schlauchpilz Ophiostoma ulmi verursachte „Holländische Ulmenkrankheit“ hat die Bestände in der Schweiz massiv dezimiert. Zwischen dem ersten (1983–1985) und dem zweiten (1993–1995) Landesforstinventar sank die Anzahl der Bergulmen in der Schweiz um etwa 30 %.
  • Verwendung: Aufgrund der Anfälligkeit für diesen Pilz ist die gartenbauliche Verwendung heute eingeschränkt. Dennoch wird sie, etwa bei Pflanzaktionen (z. B. im Schwarzenburgerland), als robuste und trockenresistente Baumart geschätzt.

Holznutzung

Das Holz der Bergulme zeichnet sich durch eine schöne Maserung aus. Es wird häufig als hochwertiges Furnier für die Möbelherstellung verwendet oder zu Kunstobjekten, wie beispielsweise Schalen, verarbeitet. Die Unregelmässigkeiten und Maserungen machen jedes Holzstück zu einem Unikat.

Die besten Informationsquellen zur Bergulme

  1. Die Bergulme – Burgenverein Untervaz: Umfassende Informationen zu Biologie, Alter und der Bestandsentwicklung in der Schweiz.
  2. Bergulme – Natur- und Vogelschutz Verein Härkingen: Kompakte Übersicht zu Merkmalen, Lebensraum und der Problematik des Ulmensterbens.
  3. Ulmus glabra – Lüscher Gartenbau: Detaillierte botanische Beschreibung und Erklärung des Infektionsweges der Ulmenkrankheit.

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Bergulme (Ulmus glabra)
Die Bergulme ist in submontanen und montanen Lagen verbreitet. Sie fehlt grossflächig in subalpinen Hochtälern (z.B. Oberengadin). Relativ selten ist sie auch im Wallis und im Tessin, das bereits an die Südgrenze ihres Areals stösst. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt in der Schweiz in den zentralen und östlichen Vor- und Nordalpen und im mittleren Jura.
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