Berkelium: Das künstliche Transuran der Actinoiden-Reihe

Berkelium ist ein hochradioaktives, synthetisches chemisches Element mit dem Symbol Bk und der Ordnungszahl 97. Es gehört zur Gruppe der Actinoide innerhalb der 7. Periode des Periodensystems.

Steckbrief und Eigenschaften

  • Ordnungszahl: 97
  • Elementfamilie: Actinoide / Transurane
  • Entdeckung: Benannt nach der US-Universitätsstadt Berkeley (Kalifornien).
  • Vorkommen: Berkelium kommt in der Natur nicht primordial vor. Es handelt sich um ein rein künstlich hergestelltes Element.
  • Herstellung: Die Synthese erfolgt in spezialisierten Hochfluss-Kernreaktoren (z. B. am Oak Ridge National Laboratory, USA). Da Berkelium-249 eine kurze Halbwertszeit hat, ist die Produktion extrem aufwendig und erfolgt in nur sehr geringen Mengen (insgesamt wurden seit 1967 weltweit nur etwa ein Gramm produziert).

Bedeutung und Verwendung

  • Wissenschaftliche Forschung: Berkelium dient primär als Ausgangsmaterial für die Synthese noch schwererer Elemente. Ein bekanntes Beispiel ist die Verwendung von Berkelium-Targetmaterial zur Entdeckung des Elements 117 (Tenness). Hierbei wurde Berkelium mit schweren Ionen beschossen.
  • Physikalische Herausforderungen: Bei der Arbeit mit Berkelium müssen Forscher die spontane Umwandlung in Californium berücksichtigen. Dieser Zerfallsprozess führt zu chemischen Verunreinigungen, der Emission von Alpha-Teilchen sowie einer Selbsterwärmung des Materials.

Bezug zur Schweiz

In der Schweiz ist Berkelium vor allem im Kontext der nuklearen Lehre und Forschung von Bedeutung. Das Forum VERA (ein Schweizer Informationsportal zur nuklearen Entsorgung) führt Berkelium in seinem Glossar als klassisches Transuran auf, das nach dem Uran (Ordnungszahl 92) in der Reihe der schweren, künstlichen Elemente steht. Zudem spielen Schweizer Forschungseinrichtungen eine wichtige Rolle in der Vernetzung internationaler Wissenschaftsteams, die bei der Erforschung von superschweren Elementen (oft unter Beteiligung des GSI Helmholtzzentrums in Deutschland) eng zusammenarbeiten.


Die besten 3 weiterführenden Quellen

  1. Element: Berkelium (pse-info.de) – Detaillierte Informationen zu den physikalischen Eigenschaften und dem Syntheseprozess.
  2. Zuwachs im Periodensystem: Wie man neue Elemente findet (keinsteins-kiste.ch) – Ein anschaulicher Bericht über die internationale Forschung und die Rolle von Berkelium bei der Entdeckung neuer Elemente.
  3. Transurane – Glossar (forumvera.ch) – Eine verständliche Einordnung von Berkelium in die Reihe der Transurane durch die Schweizer Informationsplattform Forum VERA.
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Chem. Elemente
Berkelium (Bk / 97)
Molmasse 247 g mol-1
Elektronegativität / Pauling 1.3
Dichte bei 20° 14.8 g cm-3 (geschätzt)
Schmelzpunkt 986 °C (geschätzt)
Siedepunkt k.A.
Atomradius (Van der Waals) 0.170 nm
Ionenradius k.A.
Isotope k.A.
Standardpotential k.A.
Berkelium wurde an der Berkeley Universität von Kalifornien künstlich hergestellt und nach dieser benannt. Als achtes Element der Actinidübergangsgruppe wurde Berkelium im Dezember 1949 von Thompson, Albert Ghiorso und Glenn Seaborg entdeckt und war das fünfte Transuranelement, welches künstlich hergestellt wurde. Das erfolgte durch Cyclotron-Bombardierung von Milligramm-Mengen des 241-Am mit Heliumionen im Strahlungslabor der Berkeley University.
→ mehr Elemente (Periodensystem)