Beyto: Ein Schweizer Drama über Liebe, Tradition und Identität
Der Schweizer Spielfilm „Beyto“ (2020) der Regisseurin Gitta Gsell ist ein einfühlsames und hochaktuelles Drama, das die Zerrissenheit eines jungen Mannes zwischen seiner kulturellen Herkunft und seiner sexuellen Orientierung thematisiert. Der Film feierte seine Premiere unter anderem auf dem Zurich Film Festival und den Solothurner Filmtagen.
Handlung und Thematik
Der Protagonist Beyto (gespielt von Burak Ates) ist ein erfolgreicher junger Mann in der Schweiz – talentierter Schwimmer, motivierter Lehrling und Teil einer gut integrierten Familie mit türkischen Wurzeln. Sein Leben gerät aus den Fugen, als seine Eltern von seiner Liebe zu seinem Trainer Mike (Dimitri Stapfer) erfahren.
Aus Angst vor dem Verlust ihrer Ehre und um den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen, locken seine Eltern Beyto in ihr Heimatdorf in die Türkei. Dort wird er unter einem Vorwand gezwungen, seine Sandkastenfreundin Seher (Ecem Aydin) zu heiraten. Zurück in der Schweiz findet sich Beyto in einer schmerzhaften Dreiecksbeziehung wieder: Er ist hin- und hergerissen zwischen der Loyalität zu seiner Familie, der Ehefrau, die nichts von seiner Sexualität ahnt, und seinem Wunsch, mit Mike zusammen zu sein.
Besetzung (Auswahl)
- Burak Ates als Beyto
- Dimitri Stapfer als Mike
- Beren Tuna als Narin
- Ecem Aydin als Seher
- Zeki Bulgurcu als Metin
- Serkan Tastemur als Seyit
Produktion und Rezeption
- Regie & Buch: Gitta Gsell
- Produktion: Sulaco Film GmbH
- Besonderheiten: Der Film wird für seine sinnliche Bildsprache, die kurzweilige Erzählweise und die Besetzung gelobt. Besonders die Einbindung bekannter Schweizer Comedy-Grössen wie Zeki Bulgurcu verleiht dem Film eine zusätzliche regionale Note. Er setzt ein wichtiges Zeichen für LGBTQ+-Themen innerhalb konservativ geprägter Migrationsgesellschaften.
Empfohlene Links
- BEYTO - Offizielle Website (Sulaco Film)
- Filmkritik zu «Beyto» von Daphne Chaimovitz
- Beyto im Katalog von Frenetic Films (Verleih)
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