Das Blasenschötchen (Alyssoides utriculata): Ein Porträt

Das Blasenschötchen, wissenschaftlich als Alyssoides utriculata bekannt, ist eine faszinierende Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Besonders in der Schweiz ist sie aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung, insbesondere als Futterpflanze für seltene Schmetterlingsarten, von besonderem Interesse.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Alyssoides utriculata
  • Familie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
  • Französische Bezeichnung: Alysson renflée
  • Italienische Bezeichnung: Vesicaria maggiore
  • Englische Bezeichnung: Bladderpod

Die Pflanze zeichnet sich durch ihre charakteristischen Früchte aus, die ihr auch den deutschen Namen „Blasenschötchen“ verliehen haben. Sie gilt als typischer Vertreter von Steppen- und Trockenstandorten.

Bedeutung in der Schweiz

In der Schweiz findet man das Blasenschötchen unter anderem im Unterwallis. Botanisch wird die Art oft im Kontext von Exkursionen durch botanische Gesellschaften (wie der Bernischen Botanischen Gesellschaft) genannt, da sie dort als botanische Kostbarkeit auf Trockenwiesen und in Steppenvegetationen auftritt.

Ökologische Rolle: Der Karstweißling

Ein herausragendes Merkmal des Blasenschötchens ist seine Funktion als essenzielle Raupenfutterpflanze. Insbesondere für den Karstweißling (Pieris mannii alpigena) stellt das Blasenschötchen eine wichtige Lebensgrundlage dar. Der Schutz dieser Pflanze trägt somit direkt zum Erhalt seltener Schmetterlingspopulationen bei, wie etwa in Regionen wie Bülach oder im Wallis beobachtet werden kann.

Verwendung im Garten

Obwohl das Blasenschötchen primär als Wildpflanze in speziellen Habitaten vorkommt, ist es grundsätzlich als winterharte Gartenstaude für trockene, sonnige Standorte geeignet. Aufgrund ihrer Seltenheit im Handel findet man die Pflanze nur vereinzelt in spezialisierten Staudengärtnereien, oft nur auf gezielte Anfrage.


  1. Pflanzen lernen: Alyssoides utriculata (Steckbrief & Systematik)
  2. Pieris mannii alpigena (Karstweißling) & Futterpflanze Blasenschötchen
  3. Schmetterlingsgarten: Futterpflanzen des Karstweißlings

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Blumen
Blasenschötchen
Gattung
Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
Blütezeit
April
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
montaneMontane Stufe (Bergstufe: ab 900 bis ca. 1500m)
Stufe
Blasenschötchen
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