Der Bluthänfling (Linaria cannabina): Porträt eines geselligen Finkenvogels

Der Bluthänfling, im Volksmund oft einfach „Hänfling“ genannt, ist ein eleganter und geselliger Vogel aus der Familie der Sperlingsvögel. Besonders bekannt ist das Männchen durch sein leuchtend rotes Brust- und Stirngefieder im Frühjahr, das ihn zu einem beliebten Beobachtungsobjekt für Naturfreunde macht.

Steckbrief und Biologie

  • Wissenschaftlicher Name: Linaria cannabina
  • Größe: 13 bis 15 cm
  • Gewicht: 15 bis 20 g
  • Flügelspannweite: 21 bis 25 cm
  • Lebenserwartung: Bis zu 8 Jahre
  • Status: Potentiell gefährdet (NT)

Lebensraum und Vorkommen

Der Bluthänfling bevorzugt strukturreiche, offene Landschaften. Er ist in Heckenlandschaften, an Feldrändern, in Buschland, Gärten sowie in Übergangszonen zwischen Wald und Alpweiden anzutreffen. In der Schweiz findet man ihn unter anderem in naturnahen Kulturlandschaften wie Streuobstwiesen, Trockenrasen und Weinbergen. Er zeigt ein geselliges Verhalten und bildet außerhalb der Brutzeit oft kleine Schwärme.

Ernährung und Fortpflanzung

  • Ernährung: Der Vogel ernährt sich primär von Samen verschiedener Wildkräuter. Während der Aufzucht der Jungen stehen zusätzlich Insekten auf dem Speiseplan.
  • Brutzeit: Diese erstreckt sich von April bis August.
  • Brut: Ein Gelege besteht üblicherweise aus 4 bis 6 Eiern; die Brutdauer liegt zwischen 11 und 14 Tagen.

Beobachtung in der Schweiz

Der Bluthänfling ist in der Schweizer Natur aktiv vertreten, wie Berichte von lokalen Vogelschutzvereinen (z. B. in Zeiningen oder Aesch) verdeutlichen. Er wird regelmäßig im Rahmen von Beringungsstationen oder bei Exkursionen in strukturreichen Landschaften beobachtet. Der Schutz seines Lebensraumes – insbesondere die Erhaltung von Hecken und Gebüschen – ist für den Erhalt seiner Bestände von großer Bedeutung.


  1. Bluthänfling - Voliere Gesellschaft Zürich – Detaillierte Informationen zu Biologie und Aussehen.
  2. Natur- und Vogelschutzverein Zeiningen - Aus der Natur – Spannende Erfahrungsberichte aus der Praxis zur Beobachtung in der Schweiz.
  3. Bluthänfling: Spannende Fakten über den gefährdeten Vogel (Heimische Vögel) – Wissenswertes zum Verhalten und Schutzstatus.

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Im Gegensatz zu vielen anderen Vogelarten besitzt der eher unscheinbare Bluthänfling während der Brutzeit kein Nahrungsrevier. Er nutzt gute Nahrungsgebiete wie Mähwiesen gemeinschaftlich. Nestbesitzer verteidigen gewöhnlich einen Radius von etwa 15 Metern ums Nest, der von benachbarten Paaren gemieden wird. Das Männchen sitzt im Nestbereich gerne auffällig zuoberst auf einem Busch oder einer Geländeerhebung. So markiert es sein Nestterritorium, das es zusammen mit dem Weibchen auch gegen fremde Vogelarten verteidigt.
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