Bohren & der Club of Gore: Meister der entschleunigten Klangskulpturen
Bohren & der Club of Gore ist eine aus Deutschland stammende Band, die für ihren einzigartigen, hypnotischen und extrem langsamen Musikstil bekannt ist. Was 1993 aus der Metal- und Hardcore-Szene hervorging, hat sich zu einer Formation entwickelt, die oft als „Horror-Jazz“ oder atmosphärische Noir-Musik beschrieben wird.
Musikalische Identität und Entstehung
Die Band benannte sich 1993 in Anlehnung an die niederländische Instrumentalband Gore um. Dieser Namenswechsel war eine Hommage, die auch den Entschluss festigte, auf Gesang zu verzichten – ein Schritt, der durch die instrumentale HC-Szene inspiriert wurde. Ihr Markenzeichen ist die „erhabene Langsamkeit“. In ihrer Musik verschmelzen Jazz-Balladen mit Elementen aus Doom und Dark Ambient. Kritiker vergleichen ihre düster-elegante Atmosphäre häufig mit den Film-Scores von Angelo Badalamenti (Twin Peaks).
Besetzung und Entwicklung
- Wurzeln: Ursprünglich als Metal-Band gestartet, entwickelten sie schnell ihren unverkennbaren „Signature Sound“.
- Mitglieder: Seit 1997 bereichert Christoph Clöser die Band mit Saxophon, Klavier und Vibraphon. Nach dem Rückzug von Schlagzeuger Thorsten Benning agiert die Band mittlerweile als Trio.
- Besonderheiten: Auch wenn die Band oft als Jazz-Formation wahrgenommen wird, lehnen sie einfache Genrebegriffe meist ab. Ihr Album Patchouli Blue unterstreicht ihre Fähigkeit, in disziplinierter Arbeit komplexe Klanglandschaften zu erschaffen.
Präsenz in der Schweiz
Die Band erfreut sich in der Schweiz einer treuen Fangemeinde und trat bereits an renommierten Orten und Festivals auf, darunter:
- Dampfzentrale Bern: Ein regelmäßiger Auftrittsort, der das langsame Konzept der Band perfekt in Szene setzt.
- Dachstock, Bern: Ein Veranstaltungsort, der die düstere und reduzierte Ästhetik der Band unterstützt.
- Antigel Festival: Auch im Rahmen dieses Genfer Festivals war die Band bereits Teil des Programms und demonstrierte ihre Wirkung auf das Live-Publikum.
- Kammgarn, Schaffhausen: Die Band ist dort für Tourneen eingeplant, um ihr Werk live einem Schweizer Publikum zu präsentieren.
Hinweis zur Abgrenzung: Während der Name „Bohren“ bei der Band für künstlerische Entschleunigung steht, ist in der Schweiz (z. B. bei der Diamont AG) der Begriff „Bohren“ als technische Dienstleistung im Betonabbau bekannt – ein Kontrast zwischen industrieller Präzision und musikalischer Atmosphäre.
Empfohlene Links
- Bohren & Der Club Of Gore (DE) - Dampfzentrale Bern
- Bohren & der Club of Gore - Kammgarn Schaffhausen
- BOHREN & THE CLUB OF GORE - Dachstock Bern Archiv
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