Bon vent Claude Goretta: Eine filmische Hommage aus der Schweiz

Der Dokumentarfilm „Bon vent Claude Goretta“ aus dem Jahr 2011 ist eine respektvolle filmische Würdigung des bedeutenden Schweizer Regisseurs Claude Goretta (1929–2019). Realisiert wurde das Werk vom Filmemacher Lionel Baier, der damit das Schaffen des Pioniers des Schweizer Filmrevivals ins Rampenlicht rückte.

Hintergrund und Entstehung

  • Regie: Lionel Baier, ein profilierter Schweizer Regisseur und ehemaliger Leiter der Filmabteilung an der ECAL (École cantonale d'art de Lausanne).
  • Anlass: Der Film entstand als Hommage im Rahmen von Retrospektiven, die das wegweisende Werk von Claude Goretta beleuchteten.
  • Bedeutung: Claude Goretta gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Schweizer Films der Nachkriegszeit. Sein Werk, das sowohl dokumentarische als auch fiktionale Ansätze umfasst (bekanntestes Beispiel: L'invitation), zeichnet sich durch einen tiefen, empathischen Blick auf die menschliche Natur aus.

Rezeption und Verbreitung

Der Dokumentarfilm dient nicht nur als Porträt, sondern ist auch Teil der musealen Aufarbeitung des Schweizer Kulturerbes:

  • Cinémathèque suisse: Der Film wurde im Rahmen von Retrospektiven in der Cinémathèque suisse (u.a. im Kino Capitole) gezeigt.
  • Archivierung: Er ist als wichtiger Teil einer DVD-Box erhältlich, die weitere Meilensteine von Goretta enthält, unterstützt durch die RTS (Radio Télévision Suisse).
  • Förderung: Die Produktion wurde unter anderem durch den Teleproduktions-Fonds (TPF) unterstützt, was den Stellenwert des Projekts für das Schweizer Medienwesen unterstreicht.

Fazit

„Bon vent Claude Goretta“ fungiert als filmisches Bindeglied zwischen zwei Generationen des Schweizer Filmschaffens. Während Goretta den Aufbruch des Schweizer Kinos nach 1960 maßgeblich prägte, gelingt es Baier mit diesem Porträt, die zeitlose Relevanz Gorettas für ein modernes Publikum in der Schweiz und darüber hinaus zu bewahren.


Empfohlene Ressourcen

  1. Cinémathèque suisse: Retrospektive Claude Goretta
  2. Play Suisse: Dokumentation über Claude Goretta
  3. Solothurner Filmtage: Profil Lionel Baier

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Schweizer Filme
Bon vent Claude Goretta
Bon vent Claude Goretta
Switzerland, August 2011
1973 drehte Claude Goretta «L'invitation». Für den 1975 geborenen Regisseur Lionel Baier ist der Film eine Art Wegbegleiter. Seiner Meinung nach ist er der Beweis, dass man auch als Schweizer durch und durch «Tschechowianer» sein kann. Der junge Filmemacher befragt seinen Vorreiter in Genf, wie er das mit dem Ton des Springbrunnens hingekriegt hat, wieso man auf Details achten muss oder wie man einen grossen Schauspieler wie François Simon mit der Kamera einfängt. Diese Begegnung mit Claude Goretta – aber auch mit Isabelle Huppert, Nathalie Baye, Michel Robin und Frédérique Meininger – veranlasst einen der grössten Schweizer Regisseure, über sein Werk zu sprechen.
von Lionel Baier
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Quelle: swissfilms.ch