Die „Bonne Poire“ in der Schweiz: Zwischen Kulinarik und Kultur
Der Begriff „Bonne Poire“ (zu Deutsch etwa „gute Birne“ oder im übertragenen Sinne ein „gutmütiger Mensch“) ist in der Schweiz sowohl als kulinarischer Genuss als auch als kulturelles Motiv präsent. Während sich die Birnensorte „Louise Bonne“ großer Beliebtheit erfreut, findet der Ausdruck auch in künstlerischen und geselligen Kontexten Anwendung.
1. Die Birnensorte „Louise Bonne“
Die „Louise Bonne“ ist eine historische Birnensorte, die seit dem 18. Jahrhundert bekannt ist. Sie zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- Geschmack: Sie gilt als saftig, süß und besitzt ein charakteristisches, moschusartiges Aroma.
- Anbau in der Schweiz: Aufgrund ihrer Robustheit eignet sie sich gut für den Anbau, auch in höheren Lagen. Schweizer Produzenten wie die Union Maraîchère de Genève oder Bio-Betriebe führen diese Sorte als regionale Spezialität.
- Verwendung: Sie ist vielseitig einsetzbar – sei es frisch als Tafelbirne, pochiert, als Kompott oder in Form von lokalen Spezialitäten wie Fruchtpasten (z. B. zertifiziert aus dem Wallis).
2. Kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung
Der Begriff „Bonne Poire“ dient in der Schweizer Kultur gelegentlich als Namensgeber für Veranstaltungen oder Kunstprojekte:
- Geselligkeit: Gruppen wie die „Gourmettes“ in Freiburg haben den Begriff in ihren Themenabenden aufgegriffen, um die Frucht in den Mittelpunkt kulinarischer Treffen zu stellen.
- Kunstszene: In der Westschweiz, etwa in der Ferme de la Chapelle, fungiert der Titel „La bonne poire“ als Inspiration für Kunstausstellungen, bei denen das Spiel mit Worten und visuellen Medien (z. B. Installationen oder Editionen) im Vordergrund steht. Hier wird das Wortspiel oft als abstrakter Titel für Performances oder künstlerische Auseinandersetzungen genutzt.
3. Kommerzielle Verfügbarkeit
In der Schweiz wird die „Louise Bonne“ sowohl im spezialisierten Bio-Handel als auch im Großhandel (insbesondere in Genf und Umgebung) angeboten. Sie wird dabei meist als hochwertige, herbstliche Ernte vermarktet, die den Spätsommer kulinarisch verlängert.
Beste Links zum Thema
- Poirier Louise Bonne – Infos zum Anbau und Geschmack (pépinière-bio.ch)
- Pâte de fruit Poire Louise Bonne – Zertifiziertes Schweizer Produkt (laboiteasucre.ch)
- Kunstausstellung „La bonne poire“ in der Ferme de la Chapelle
Vielleicht auch interessant
War das hilfreich?

