Brätling Pilz

Der Brätling – Ein vielseitiger Speisepilz aus Schweizer Wäldern

Merkmale und Erkennung

Der Brätling (wissenschaftlich Lactifluus volemus, früher Lactarius volemus), auch bekannt als Milchbrätling oder Birnenmilchling, ist ein auffälliger und beliebter Speisepilz. Er zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Hut: 5–15 cm breit, orange- bis braunorange, oft leicht eingedellt oder wellig. Bei Verletzung verfärbt sich das Fleisch langsam braun.
  • Milch: Weisse, sehr dickflüssige Milch, die charakteristisch nach gekochtem Fisch oder Hering riecht – ein sicheres Erkennungsmerkmal.
  • Stiel: Kräftig, hellorange, oft etwas heller als der Hut.
  • Geschmack: Mild, nussig bis leicht süsslich, kein scharfer Milchling-Geschmack.
  • Geruch: Auffällig fischartig, besonders beim Durchschneiden.

Der Brätling gehört zur Familie der Täublingsverwandten (Russulaceae). Er ist einer der wenigen Milchlinge, die als sehr guter Speisepilz gelten.

Vorkommen in der Schweiz

In der Schweiz ist der Brätling vor allem in Laub- und Mischwäldern anzutreffen, häufig unter Buchen, Eichen und Hainbuchen. Er bevorzugt warme, kalkhaltige Standorte. Die Hauptsaison liegt zwischen Juni und Oktober, wobei er in manchen Jahren bereits ab Ende Mai erscheint. Besonders in den tieferen Lagen des Mittellandes und am Jurasüdfuss wird er regelmässig gefunden.

Kulinarische Verwendung

Der Brätling ist ein hervorragender Speisepilz. Er eignet sich besonders gut zum:

  • Braten in der Pfanne (daher der Name „Brätling“)
  • Zubereiten von Pilzsuppen
  • Einlegen oder Trocknen

Wichtig: Der intensive Fischgeruch verschwindet beim Braten oder Kochen vollständig. Viele Sammler schätzen ihn wegen seiner festen Konsistenz und seines aromatischen, nussigen Geschmacks.

Hinweis zur Verwechslung: Es gibt immer wieder Verwechslungen mit anderen Milchlingen. Der Brätling lässt sich jedoch durch den einzigartigen Fischgeruch und die dicke, weisse Milch gut unterscheiden. Aktuelle Quellen bestätigen ihn als guten Speisepilz, ältere widersprüchliche Angaben („giftig“ oder „nicht essbar“) sind überholt.

  1. Brätling (Lactifluus volemus) – Porträt – Detailliertes Pilzporträt mit Erkennungsmerkmalen
  2. Pilz-Rezepte – Samtfussrübling-Suppe (Verein für Pilzkunde Zürich) – Rezepte und regionale Infos aus Zürich
  3. Pilzsaison-Kolumne – Poetomat – Unterhaltsame und informative Kolumne rund um Schweizer Pilze

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Brätling
Der Brätling, Milchbrätling, Brot- oder auch Birnen-Milchling (Lactifluus volemus) ist eine Pilzart aus der Familie der Täublingsverwandten (Russulaceae). Anders als der mehr oder weniger scharf schmeckende Milchsaft der meisten Milchlinge ist der des Brätlings mild, mit leicht bitterem Nachgeschmack. An den Fingern färbt sich die bei Verletzung sehr reichlich austretende weisse Milch schnell braun. Typisch für den Pilz ist der im weiten Umkreis wahrnehmbare fischige Duft, der je nach Gegend als herings-, hummer- oder topinamburähnlich beschrieben wird.
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Quelle: Wikipedia