Bratchäs Käse
Bratchäs – Der traditionsreiche Schweizer Bratkäse
Was ist Bratchäs?
Der Bratchäs (auch Bratkäse oder Brutzler genannt) ist ein halbharter Schweizer Käse mit langer Tradition. Er gilt als direkter Vorläufer des heutigen Raclette-Käses. Bereits im 16. Jahrhundert wird der «Bratchäs» in historischen Quellen erwähnt. Damals erhitzten Sennen und Hirten halbe Käselaibe am offenen Feuer, schabten den geschmolzenen Käse direkt auf Teller, Brot oder Gschwellti (Pellkartoffeln). Diese ursprüngliche Zubereitungsart wird heute vor allem noch im Kanton Wallis bei traditionellen Anlässen gepflegt.
Bratchäs zeichnet sich durch eine milde bis würzige Note aus, die je nach Herkunftsregion und Reifung variiert. Er wird vorwiegend aus Kuhmilch – oft aus Rohmilch oder thermisierter Milch – hergestellt und eignet sich hervorragend zum Schmelzen.
Herkunft und regionale Besonderheiten in der Schweiz
- Obwaldner Bratchäs (z. B. von Käserei Schnider Giswil): Würziger, regionaler Halbhartkäse aus dem Kanton Obwalden. Besonders beliebt als Geschenk und für den direkten Verzehr.
- Underwoudnär Bio Bratchäs (Unterwaldner Bio Bratkäse): Hergestellt aus bester Biomilch von Biobauern aus Ob- und Nidwalden in Alpnach Dorf. Ein Gemeinschaftsprojekt, das die lokalen Biobauern unterstützt. Er wird als vielseitiger Bratkäse empfohlen – ob geraspelt in der Pfanne, im Raclette-Öfeli, auf Brot, in Salat oder Suppe.
- Zürcher Oberländer Bratchäs (Wildberg Käse AG): Wird in verschiedenen Varianten angeboten – classic, mariniert mit BBQ, Knoblauch-Senf oder Provençale. Die Wildberg Käse AG produziert eine breite Palette an Bratchäs-Produkten im Zürcher Oberland.
- Walliser Tradition: Der Bratchäs ist eng mit der Entstehung des Raclette AOP verbunden. Aus den würzigen Alpenkräutern nördlich der Alpen entsteht ein milder, abgerundeter Raclette-Käse, dessen Vorläufer eben der Bratchäs war.
Zubereitungstipps
Der Bratchäs kann auf vielfältige Art genossen werden:
- Klassisch am offenen Feuer oder im Raclette-Öfeli geschabt
- Geraspelt langsam in der Pfanne mit wenig Flüssigkeit geschmolzen auf Brot oder Gschwellti
- Als Würfel im Salat oder zum Überbacken von Gerichten
- In heissen Suppen
- Mit Gewürzmischungen verfeinert (z. B. Chili-Paprika, inspiriert von der alten Bratchäs-Tradition)
Wichtig bei Rohmilch-Varianten: Den Käse nicht zu stark und nicht zu lange erhitzen, damit der Geschmack erhalten bleibt.
Beste 3 Links
Käse und Zubereitung – Schweizer Käse
Umfassende Informationen zur Tradition und Zubereitung des Bratchäs und Raclette.
Obwaldner Bratchäs – Käserei Schnider Giswil
Direktvermarkter aus Obwalden mit hochwertigem Bratchäs und weiteren regionalen Käsespezialitäten.
Underwoudnär Bio Bratchäs – Hiäsigs
Bio-Bratchäs aus Unterwalden, hergestellt aus Milch lokaler Biobauern – mit genauen Verwendungstipps.
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