Steckbrief: Der Breitblättrige Rübling (Megacollybia platyphylla)

Der Breitblättrige Rübling, in der Schweiz und darüber hinaus als häufiger Bewohner heimischer Wälder bekannt, ist ein Pilz, der aufgrund seiner gesundheitlichen Risiken und seines geringen Speisewertes von Experten nicht für die Küche empfohlen wird.

Übersicht und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Megacollybia platyphylla
  • Familie: Porotheleaceae
  • Hauptmerkmale: Der Pilz besitzt charakteristische, sehr breite Lamellen (namensgebend). Einzigartig ist sein Versorgungssystem: An der Stielbasis befinden sich oft kräftige, weiße Schnüre, sogenannte Rhizomorphen, die wie Wurzeln tief in das Holz oder den Boden reichen.
  • Lebensraum & Vorkommen: Er ist ein klassischer Holzbewohner und wächst direkt an oder über vergrabenem Totholz (Laub- und Nadelholz). Man findet ihn häufig an Baumstümpfen. In der Schweiz wird er regelmäßig bei Pilzkontrollen dokumentiert und dort als ungeniessbar eingestuft.
  • Saison: Typischer Sommer- und Herbstpilz (Mai bis Oktober).

Speisewert und Toxikologie

Früher wurde der Breitblättrige Rübling teils als essbar betrachtet, was jedoch heute als überholt gilt:

  • Verzehrwarnung: Aufgrund dokumentierter Magen-Darm-Beschwerden und individueller Unverträglichkeiten gilt der Pilz heute als ungeniessbar.
  • Kulinarischer Wert: Er besitzt keinen hohen kulinarischen Wert, weshalb vom Verzehr konsequent abgeraten wird. In der Schweiz weisen Pilzkontrolleure (beispielsweise in Unterseen) regelmäßig darauf hin, dass er nicht in den Sammelkorb gehört.

Wissenswertes für Pilzfreunde

Da die Bestimmung des Breitblättrigen Rüblings für Laien schwierig sein kann und das Risiko von Verwechslungen oder Unverträglichkeiten besteht, sollten Sammler ihn bei der Pilzsuche meiden. Er dient im Wald primär als wichtiger Zersetzer von Holz.


Empfohlene Quellen

  1. Pilzmesser.ch - Expertenwissen zum Breitblättrigen Rübling
  2. Mushroom-Toxin.de - Ausführlicher Steckbrief
  3. Pilz-Sammler.de - Porträt Megacollybia platyphylla

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Breitblättriger Rübling
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Quelle: Wikipedia