Bretone Pferde

Der Bretone – Ein vielseitiges französisches Kaltblut

Ursprung und Geschichte

Der Bretone zählt zu den ältesten Pferderassen Europas. Seine Ursprünge reichen schätzungsweise bis 4000 Jahre v. Chr. zurück. Die Rasse entwickelte sich in der Bretagne (Frankreich) aus keltischen Pferden. Im Mittelalter war der Bretone mit einem Stockmaß von nur etwa 140 cm noch deutlich kleiner. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Araber (durch die Kreuzzüge), Boulonnais, Percheron und Ardenner eingekreuzt, um Größe und Masse zu erhöhen.

Während des Zweiten Weltkriegs erlebten schwere Zugpferde wie der Bretone eine Blütezeit, da sie in Landwirtschaft, Armee und Transport unverzichtbar waren – eine Entwicklung, die auch in der Schweiz bei Rassen wie dem Freiberger zu beobachten war.

Die drei Haupttypen des Bretonen

  • Trait Breton (Somnier): Der ursprüngliche, schwere Typ. Kräftig, massig und ideal als Zug- und Arbeitspferd.
  • Postier Bretone: Mittelschwerer, eleganter Typ mit schwungvollen, energischen Gängen. Früher als Postpferd genutzt, heute sehr beliebt als Freizeit- und Fahrpferd.
  • Petit Trait Bretone (Roussin): Leichterer, beweglicher Typ, der besonders für seine schönen Gänge geschätzt wurde.

Etwa zwei Drittel der heutigen Bretonen gehören zum Postier-Typ.

Aussehen und Charakter

Der Bretone ist ein kompakter, muskulöser Kaltblüter mit einer Widerristhöhe von 150–165 cm. Er besitzt eine doppelte Mähne, eine kräftige Kruppe und einen ausdrucksstarken Kopf. Die häufigsten Farben sind Fuchs, Rot- und Mohrenkopfschimmel sowie Brauner.

Trotz seines massigen Körperbaus zeigt der Bretone ein unerwartet lebhaftes, energisches und freundliches Wesen. Er gilt als ausgeglichen, lernwillig und menschenbezogen – Eigenschaften, die ihn auch für den Freizeitbereich interessant machen.

Nutzung

Ursprünglich als universelles Arbeitspferd gezüchtet, wird der Bretone heute vor allem in der:

  • Freizeit- und Fahrpferdehaltung
  • Landwirtschaft und Landschaftspflege
  • teilweise noch als Fleischpferd (in Frankreich)

eingesetzt. In der Schweiz findet man Bretonen vor allem in privaten Zuchten und bei Liebhabern von schweren, aber dennoch bewegungsstarken Kaltblütern. Sie eignen sich gut für Kutschenarbeit, Bodenarbeit und gemütliche Ausritte.

Zucht in der Schweiz und Deutschland

Während die Rasse in Frankreich am stärksten verbreitet ist, gibt es auch in der Schweiz und in Deutschland engagierte Züchter. Ein bekanntes deutsches Beispiel ist die private Zucht „Bretonen vom Junkenhof“ (Altenothe, Niedersachsen), die Bretonen neben Oldenburgern züchtet und großen Wert auf Charakter und Vielseitigkeit legt.

Beste 3 Links:

  1. Bretone – Welt der Pferde – Detaillierte Rassebeschreibung und Geschichte
  2. Bretone » Pferdeflüsterei – Sehr gute Übersicht zu Typen und Charakter
  3. Bretonen vom Junkenhof – Praktische Zuchtvorstellung aus Deutschland

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Pferderassen
Bretone
Der Bretone ist eine Pferderasse, die aus der Bretagne stammt. Sie enthält drei Typen: das Trait Breton – ein schweres Zugpferd, das etwas kleinere und leichtere Petit Trait Breton und den leichter gebauten Postier.
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Quelle: Wikipedia