Burmilla Katze

Burmilla Katze: Die elegante Silberkatze aus Grossbritannien

Herkunft und Entstehung

Die Burmilla-Katze ist eine vergleichsweise junge Rasse und entstand 1981 in Grossbritannien durch eine zufällige Paarung. Eine Burmese-Kätzin namens Fabergé und ein Chinchilla-Perser-Kater namens Sanquist nutzten eine offene Tür und zeugten eine Würfe wunderschöner silberfarbener Kätzchen. Aus dieser „Liebesgeschichte“ wurde später eine eigenständige Rasse gezüchtet. Der Name Burmilla setzt sich aus Burmese und Chinchilla zusammen.

Obwohl die Rasse in der Schweiz noch relativ selten ist, wird sie von Schweizer Züchtern und Liebhabern geschätzt. In der Schweiz gelten die FiFe-Standards, wonach die Burmilla als kurzhaarig anerkannt ist.

Aussehen

Die Burmilla verbindet den schlanken, eleganten Körperbau der Burmese mit dem silbernen, glänzenden Fell des Chinchilla-Persers.

  • Fell: Kurz bis halblang, seidig und dicht anliegend mit charakteristischer Tipped- oder Shaded-Zeichnung. Der Grundton ist silber-weiss, die Haarspitzen tragen die eigentliche Farbe (schwarz, blau, rot, creme, tortie usw.).
  • Körper: Mittelgross, muskulös, aber elegant mit geradem Rücken und kräftigen Beinen.
  • Kopf: Sanfter Keilkopf mit großen, ausdrucksstarken Augen (meist grün oder goldgelb) und dezenten „Make-up“-Linien.
  • Besonderheit: Die Unterseite (Bauch, Kinn, Brust) ist fast rein silber-weiss.

Charakter und Verhalten

Die Burmilla gilt als eine der anhänglichsten und menschenbezogensten Katzenrassen. Sie vereint:

  • Verspieltheit und Neugier der Burmese
  • Sanftmut und Ausgeglichenheit des Persers
  • Hohe Sozialkompetenz – sie liebt Gesellschaft von Menschen und anderen Katzen
  • Starke Mitteilungsfreude („Plapperkatze“)
  • Intelligenz – eignet sich hervorragend für Clickertraining, Cat-Agility und Intelligenzspiele

In der Schweiz wird häufig empfohlen, Burmillas nicht als Einzelkatze zu halten, besonders in Single- oder Berufstätigen-Haushalten. Eine Zweitkatze (idealerweise ebenfalls eine Burmilla oder eine Burmese) steigert das Wohlbefinden deutlich.

Haltung und Pflege

Pflegeaufwand ist moderat:

  • 2–3× wöchentliches Bürsten reicht meist aus (wichtig gegen lose Haare und zur Hautpflege).
  • Regelmässige Zahnkontrolle und Gewöhnung ans Zähneputzen wird empfohlen.
  • Hoher Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf: Kletterbäume, Kratzbäume, Intelligenzspielzeug und regelmässige Spielzeiten sind Pflicht.

Ernährung: Hochwertiges Nass- oder Trockenfutter mit hohem Fleischanteil. Burmillas neigen gelegentlich zu Übergewicht, daher auf Portionskontrolle achten.

Gesundheit

Die Burmilla ist grundsätzlich robust, kann jedoch erblich bedingte Probleme der Elternrassen erben:

  • Neigung zu Allergien (Haut- und Futterallergien)
  • Polycystic Kidney Disease (PKD) – sollte bei seriösen Züchtern ausgeschlossen sein
  • Zahn- und Zahnfleischprobleme

Regelmässige tierärztliche Kontrollen und eine aufmerksame Beobachtung durch den Halter sind besonders wichtig.

Preis in der Schweiz

Je nach Abstammung, Geschlecht und Züchter liegen die Preise für Burmilla-Kätzchen in der Schweiz und im angrenzenden Ausland zwischen 750 und 1.200 Euro.


  1. Burmilla – Cat’s Best (Schweiz) – Sehr gute Übersicht mit Schweizer Bezug
  2. Cybercat – Burmilla Rassebeschreibung – Schweizer Rassenseite mit vielen Informationen
  3. Die ganzheitlichen Bedürfnisse der Burmilla-Katze – Ausführlicher Artikel zum Wohlbefinden und Haltung

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