Übersicht: Der Schweizer Kurzfilm „Buumes“

Der Schweizer Kurzfilm „Buumes“ basiert auf der gleichnamigen Erzählung des Berner Autors Guy Krneta aus dessen Prosaband „Furnier“ (1997). Die Geschichte thematisiert auf humorvolle und zugleich absurde Weise die Unfähigkeit, soziale Grenzen zu ziehen.

Inhalt und Handlung

Die Handlung ist schnell erzählt, aber in ihrer sozialen Beklemmung treffend: Das Ehepaar Baumann, genannt „Buumes“, ist bei den Stettlers zu Besuch. Der Abend neigt sich dem Ende zu, es wird spät, doch das Gäste-Paar macht keine Anstalten zu gehen. Sie bleiben hartnäckig auf dem Sofa sitzen, übernachten dort und sind auch am nächsten Morgen noch immer präsent. Was als gewöhnlicher Abend beginnt, entwickelt sich zu einer surrealen Belastungsprobe, bei der sich die ungebetenen Gäste häuslich niederlassen und die Gastgeber aus ihrem eigenen Wohnzimmer verdrängen.

Produktion und Stab

Der Stoff wurde unter der Regie von Martin Guggisberg als Kurzfilm adaptiert. Der Film ist in Berndeutsch gehalten und tief in der Schweizer Kulturszene verwurzelt.

  • Regie & Drehbuch: Martin Guggisberg (basierend auf Guy Krneta)
  • Cast: Matthias Fankhauser, Ruth Schwegler, Regula Imboden und Philippe Nauer.
  • Crew (Auszug): Thomas Wüthrich (Kamera), Thomas Gassmann (Ton), Sabina Hexspoor (Kostüm).
  • Produktion: Der Film wurde unter anderem an den Emmentaler Filmtagen präsentiert und ist ein bekanntes Werk in der Schweizer Kurzfilm-Landschaft.

Kulturelle Einordnung

Die Geschichte um „Buumes“ hat in der Schweiz einen fast schon kultigen Status erlangt, da sie das für die Schweiz typische Dilemma von „höflicher Zurückhaltung“ gegenüber aufdringlichem Verhalten überspitzt darstellt. Neben der Verfilmung wird die Geschichte auch von Mundart-Geschichtenerzählern (wie etwa Manu Furrer) regelmäßig aufgegriffen, da sie die Absurdität zwischenmenschlicher Beziehungen perfekt einfängt.


  1. BUUMES - Kurzfilm (tatmotiv.ch)
  2. Buumes bei Der gesunde Menschenversand (Buchvorlage)
  3. Programm der 13. Emmentaler Filmtage (Archiv)

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Buumes
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Switzerland, October 2012
Begegnungen im Treppenhaus einer Schweizer Wohnsiedlung führen zu einer nachbarschaftlichen Einladung. Was mit einem gemütlichen Abend beginnt, nimmt einen unerwarteten Ausgang. Es wird spät, sehr spät, doch die geladenen Gäste, das Ehepaar Baumann, die «Buumes», bleiben auf dem Sofa im Wohnzimmer der Stettlers sitzen und sind auch am nächsten Morgen noch da.
von Martin Guggisberg
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Quelle: swissfilms.ch