Übersicht: Die Verwendung der Phrase „C’était“ in Schweizer Kontexten

Die französische Redewendung „C’était“ (Es war / Es war einmal) findet sich in der Schweizer Medienlandschaft und Kultur in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen wieder. Während der Ausdruck oft nostalgisch aufgeladen ist, wird er ebenso für filmische Werke, spirituelle Reflexionen oder sportliche Erinnerungen genutzt.

Thematische Einordnung

  • Film und Kino: Der Ausdruck dient als Titel für filmische Erzählungen. Ein prominentes Beispiel ist der Film «C’était un géant aux yeux bruns» der Genfer Regisseurin Eileen Hofer. Der Film, der unter anderem am Festival Visions du Réel in Nyon gezeigt wurde, thematisiert persönliche Familiengeschichten zwischen der Schweiz und Aserbaidschan.
  • Sportliche Nostalgie: Im Schweizer Eishockey wird die Phrase häufig verwendet, um die „gute alte Zeit“ zu beschreiben. Ein Beispiel ist Jean-François Sauvé, der seine Zeit beim HC Fribourg-Gottéron rückblickend als pures Glück («Fribourg, c’était le bonheur») bezeichnet.
  • Spirituelle und gesellschaftliche Reflexion:
    • Die reformierte Kirche nutzt den Ausdruck in kontemplativen Texten (z. B. Lectio Divina Projekte in der Romandie).
    • In Blogs findet sich die Phrase in kritischen oder humorvollen Rückblicken auf die Rolle der Kirche in der Schweiz («L'Église, c'était mieux avant»), oft mit Bezug auf historische Persönlichkeiten wie Calvin.
  • Psychologische und kulturelle Nutzung: Musikstücke wie Francis Cabrels «C’était l’hiver» dienen in Schweizer Fachblogs oft als Ankerpunkt für psychologische Analysen über Einsamkeit, Bindungstheorien oder persönliche Lebensübergänge.

Zusammenfassung der Verwendung

Ob als nostalgischer Rückblick auf die Jugend, als Titel eines Arthouse-Films oder als Schlagwort für gesellschaftlichen Wandel: „C’était“ fungiert in der Westschweiz als starkes sprachliches Bindeglied zwischen individueller Erinnerung und kollektiver Identität.


  1. Cinéforom: C’était un géant aux yeux bruns (Film von Eileen Hofer)
  2. Jean-François Sauvé über seine Zeit bei Fribourg-Gottéron
  3. RTS Vertigo: Christian Mukuna - "Et si c’était le dernier ?"

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Quelle: swissfilms.ch