Übersicht zur "Caccia Bassa" (Niederjagd) in der Schweiz

Die "Caccia Bassa" (Niederjagd) ist ein fester Bestandteil der Schweizer Jagdkultur, insbesondere in den Kantonen Tessin und Graubünden. Im Gegensatz zur Hochjagd (Caccia Alta) umfasst sie kleinere Wildarten und ist eng mit der Ausbildung von Jagdhunden sowie regionalen Traditionen verknüpft.

Definition und Bedeutung

  • Definition: Die Niederjagd fokussiert sich auf kleinere Wildarten wie Hasen (Feld- und Schneehasen), Füchse und bestimmte Vogelarten.
  • Kulturelle Komponente: Die Jagd auf Niederwild ist untrennbar mit dem Einsatz von Jagdhunden verbunden. Das Gespann aus Mensch und Hund gilt als kulturell fundamental und steht für eine tief verwurzelte Tradition.
  • Gesellschaftliche Wahrnehmung: Während die Niederjagd in Teilen der Bevölkerung manchmal als "nicht notwendig" hinterfragt wird, betonen Experten wie Adrian Arquint (Leiter des kantonalen Amts für Jagd und Fischerei Graubünden) die ökologische Bedeutung durch kontrollierte Bestandszahlen und eine wissenschaftlich fundierte Regulierung.

Rahmenbedingungen in der Schweiz

  • Saisonalität: Die Jagdzeiten sind streng reglementiert. Beispielsweise findet die Niederjagd im Tessin typischerweise im Herbst statt (oft Oktober bis November), wobei spezifische Wochentage und Tageszeiten festgelegt sind.
  • Statistik & Regulierung: Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) führt detaillierte Statistiken über die Jagdstrecken. Diese Daten dienen dazu, die Bestände langfristig zu sichern und die Jagd als nachhaltiges Instrument zur Wildregulierung zu etablieren.
  • Ausbildung: Jagdvereine, wie die Società cacciatori del mendrisiotto, organisieren regelmäßig Trainings (z. B. Wurftaubenschießen), um die Treffsicherheit und den verantwortungsvollen Umgang mit Waffen im Vorfeld der Saison zu gewährleisten.
  • Spannungsfelder: Die Ausübung der Jagd sieht sich gelegentlich mit Widerstand konfrontiert, wie etwa die Vandalenakte an Hochsitzen im Raum Zürich oder das kantonale Jagdverbot in Genf zeigen. Organisationen wie die Federazione Cacciatori Ticinesi (FCTI) setzen sich daher intensiv dafür ein, Jäger als Teil der Lösung bei Wildtierproblemen zu positionieren.

Herausforderungen

  • Prädation & Störung: Wildbiologen untersuchen den Einfluss von Raubtieren sowie den zunehmenden touristischen Druck (Freerider, Wanderer) auf das Niederwild. Diese Faktoren verändern das Verhalten der Tiere und erfordern ein sensibles Jagdmanagement.

Empfohlene Ressourcen

  1. Caccia alta e caccia bassa: Einblick in die Rolle der FCTI und die Debatte um Zali
  2. La caccia bassa nei Grigioni: Expertenmeinungen zur Notwendigkeit und Tradition
  3. Statistik der Jagd: Offizielle Daten des Bundesamtes für Umwelt (BAFU)

Vielleicht auch interessant


11:23 - 09:59 (Projekt Angst)

À l`école des philosophes

Bozská castice

Die letzte Mauer

Encordés

Frieden

Herz im Emmental

Japanessay

Joshua

Kenan

La vanité

Le train le plus difficile du monde

Lenas Welt

Letter To Anna

Level Up Your Life

L`intervallo

Magnetfelder

Mamie

Nachgift

Ombre

Ooze

Palidhje

Telesion
War das hilfreich?
Schweizer Filme
Caccia Bassa
Caccia Bassa
Switzerland, November 2017
Essgewohnheiten und Nachmittagsaktivitäten von Kindern und Jugendlichen ändern sich mit der Zeit und dem Klimawandel. Eine Gruppe von Kindern jagt Insekten, während Erwachsene in einen tiefen Schlaf versunken zu sein scheinen.
von Agnese Làposi, Martina Vanini
KImehr über Caccia Bassa
Quelle: swissfilms.ch